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Schweiz: Zwei evangelische Nationalräte abgewählt

(22. Oktober 2007/rh.) – Enttäuschung bei den christlich orientierten Parteien EVP und EDU: Zwei ihrer bisherigen Nationalräte – Heiner Studer und Markus Wäfler - wurden nicht mehr gewählt. Im Kanton Zürich ging der verlorene EDU-Sitz an die CVP.

Obwohl sie ihren Wähleranteil in etwa halten konnten oder in einigen Kantonen sogar verbesserten, verlieren die EDU und die EVP je einen Vertreter im Nationalrat, und zwar Markus Wäfler (nach vier Jahren) und Heiner Studer (nach acht Jahren). Wiedergewählt wurden Ruedi Aeschbacher und Walter Donzé (EVP) sowie Christian Waber (EDU). Damit wurden die Erwartungen der evangelischen Parteien enttäuscht.

Schwer wiegt der Verlust von Wählern für die EDU im Kanton Bern: Die EDU verlor hier 0,6 Prozent. Die EVP verlor dafür im Kanton Zürich 0,4 Prozent Wähleranteile.

Gewinner der Wahlen sind die Schweizerische Volkspartei sowie die Grünen, Verlierer die Sozialdemokraten.

Die EVP bezeichnet den Wahlausgang als „sehr unglücklich“ und kritisiert das Wahlsystem. Mit einem Wähleranteil von gesamtschweizerisch 2,5 Prozent sollte ihre Partei – „bei korrekter proportionaler Zuteilung“ – mit fünf Personen im Nationalrat vertreten sein.

Es wirkt tatsächlich störend, wenn die EVP insgesamt 0,1 Prozent mehr Wähleranteile hat als 2003 und trotzdem einen Nationalrat verliert. Ähnlich bei der EDU. Ihr Wähleranteil blieb gesamtschweizerisch bei 1,3 Prozent, doch auch sie verliert einen Nationalrat, während z.B. die Grünliberale Partei mit 1,4 Prozent Stimmen gleich drei Nationalräte stellt.

Lichtblicke für die evangelischen Parteien gibt es in einzelnen Kantonen. So steigerte sich die EVP im Kanton Thurgau um 0,1 Prozent auf 2,8 Prozent. Die EDU erhielt sogar 0,8 Prozent mehr Stimmen als vor vier Jahren und liegt neu mit 2,6 Prozent nur noch knapp hinter der EVP.

Im Kanton Bern steigerte die EVP ihren Wähleranteil um 0,3 Prozent auf 5,4 Prozent.



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