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Empörung über schwule Harry-Potter-Figur

(31. Oktober 2007/idea) – Schulleiter Albus Dumbledore sei homosexuell, sagt Harry-Potter-Autorin Rowling - und löst Empörung unter amerkanischen Christen aus.

Die britische Autorin der Kinderbuchreihe „Harry Potter“, Joanne Kathleen Rowling, hat Empörung bei vielen US-Evangelikalen ausgelöst. Bei einem Auftritt in New York hatte die 42-Jährige Schriftstellerin vor kurzem enthüllt, dass sie einen der Hauptcharaktere, den Schulleiter Albus Dumbledore, als Schwulen angelegt habe.
Daraufhin forderte die Präsidentin der 2,5 Millionen Mitglieder zählenden konservativen Christlichen Koalition Amerikas, Roberta Combs, ein Verbot der Märchenbücher. Sie ermunterten zur Homosexualität und könnten daher kein Vorbild für Kinder sein, sagte sie der britischen Tagezeitung Daily Mail. Sie selbst würde die sieben Bände über den Zauberlehrling Harry Potter, die weltweit über 335 Millionen Mal verkauft wurden, niemals ihren Kindern oder Enkeln in die Hand geben.

Nach Dumbledores „Coming Out“ haben sich Presseberichten zufolge in Internetforen Tausende US-Christen von Harry Potter losgesagt.

Die Bücher sind von Beginn an auch wegen okkulter Inhalte auf Ablehnung bei Evangelikalen gestossen. Der Sektenexperte Jack M. Roper kritisierte im US-Fernsehsender Christian Broadcasting Network die Verführungskraft der Bücher: „Potter lässt Spiritismus und Hexerei wundervoll erscheinen.“ 

Der jüngste und letzte Band der Saga „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ hat in Deutschland Ende Oktober einen Bilderbuchstart hingelegt. Mehr als eine Million Exemplare wurden am ersten Wochenende verkauft. Die Reaktionen von Christen waren gemischt. Da sich in dem Band auch Anklänge an den christlichen Glauben finden – etwa Grabsteininschriften – eignet er sich nach Ansicht des Geschäftsführers der Stiftung Christliche Medien, Frieder Trommer (Holzgerlingen bei Stuttgart), als Anregung zum Gespräch über den Glauben. Zugleich hat er aber auch Verständnis für Bedenken wegen der Zauberei in den Büchern.

Nach Angaben der Autorin hat sie auch der christliche Glaube inspiriert. Sie habe eigene Glaubenskämpfe verarbeitet. 

Der Okkultismus in den Harry-Potter-Büchern hat zu scharfen ablehnenden Reaktionen geführt. In Chemnitz sorgten im März zwei evangelikale Elternpaare dafür, dass die Lektüre des ersten Bandes aus dem Lehrplan einer fünften Klasse gestrichen wurde. Sie fühlten sich als Christen verletzt, weil Magie in den Büchern grossen Raum einnehme. Die katholische Soziologin und Buchautorin Gabriele Kuby (Rimsting am Chiemsee) zeigte sich davon angewidert, dass sich Kinder sich durch die Lektüre an die Welt des Okkulten gewöhnten.

Lesen Sie auch den Kommentar: "Mit Harry Potter kam der Tod"



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