Hisbollah: Tel Aviv im Visier
(01. November 2007/fa.) - Die libanesische Miliz Hisbollah hat nach israelischen Angaben seit dem Krieg im Sommer vergangenen Jahres stark aufgerüstet und sich dabei auch Raketen beschafft, die Tel Aviv erreichen können.
Zusätzlich hat die Hisbollah ihr Arsenal an Land-See-Raketen verdreifacht. Das sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Israel sei der Ansicht, dass die Art und die Anzahl der Waffen unter der Kontrolle der Hisbollah eine strategische Bedrohung für seine Sicherheit und das Wohl seiner Bürger sei.
Zwar würden keine konkreten Zahlen vorliegen, sagte Ban weiter. Doch Aussagen von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah in den vergangenen Monaten schienen die Angaben zu bestätigen. Die Berichte über eine Wiederbewaffnung der Hisbollah seien Anlass für grosse Sorge.
Nach israelischen Schätzungen verfügt die Hisbollah nun über mehr Waffen als im Sommer vergangenen Jahres. Sie würden über die Grenze zu Syrien ins Land geschmuggelt.
Wie der Uno-Generalsekretär aufgrund israelischer Angaben weiter erklärte, verfüge die Hisbollah über hunderte Raketen, die eine Reichweite von 250 Kilometern oder mehr hätten. Zudem habe die Hisbollah eine Flugabwehrabteilung eingerichtet, die mit Boden-Luft-Raketen ausgestattet sei.
Die Wiederaufrüstung der Hisbollah verstösst gegen eine Uno-Resolution, mit der der Krieg beendet worden war. In der Resolution wurde auch die Forderung nach Entwaffnung aller Milizen erneuert. In dieser Hinsicht habe es bislang keinerlei Fortschritte gegeben, erklärte Ban.
zurück
|