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Eritrea weist Missionare aus
(14. November 2007/idea) – Die Behörden im nordostafrikanischen Eritrea haben 13 christliche Missionare ausgewiesen. Das berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen), die gegen den Ausweisungsbeschluss protestiert.
Vier Missionare und zwei Schwestern des katholischen Comboni-Ordens sowie sieben weitere Geistliche müssten binnen zwei Wochen das Land verlassen. „Die jüngsten Ausweisungen dokumentieren den katastrophalen Stand der Glaubensfreiheit in Eritrea“, erklärte der Afrika-Referent der Menschenrechtsorganisation, Ulrich Delius. Rund 2.000 Personen seien in Eritrea aufgrund ihres Glaubens inhaftiert. Viele würden gefoltert, um sie zu einer Abkehr von ihrem Glaubensbekenntnis zu zwingen. Die meisten Inhaftierten gehörten kleineren Pfingstkirchen an. Oft würden sie in unterirdischen Zellen oder in Metallcontainern unter unmenschlichen Bedingungen festgehalten und medizinisch nicht versorgt.
2002 hatte Staatspräsident Issayas Afewerki alle Angehörigen staatlich nicht erlaubter Kirchen – darunter 35 evangelikale – zu Staatsfeinden erklärt. Zugelassen sind in dem 4,8 Millionen Einwohner zählenden Land neben dem Islam nur die orthodoxe, die katholische und die lutherische Kirche. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker sind 60 Prozent der Bevölkerung Muslime, 30 Prozent orthodoxe Christen, fünf Prozent Katholiken und zwei Prozent Protestanten.
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