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Vom Fürst der Finsternis zur Werbe-Ikone
(19. November 2007/idea) – Dem Bösen und seinen Erscheinungsformen in den verschiedenen Kulturen ist eine Sonderausstellung im Bremer Überseemuseum gewidmet. Die am 17. November eröffnete Schau trägt den Titel „All about Evil – Das Böse“.
Die Ausstellung lädt die Besucher ein, mit „Teufeln, Hexen und Dämonen von Bremen bis Bali“ den internationalen Gesichtern des Bösen zu begegnen, heisst es auf der Internet-Seite des Museums. Insgesamt sind über 500 Exponate zu sehen.
In einem Beitrag von Spiegel Online heisst es, die Ausstellung zeichne „die erstaunliche Karriere“ des „Fürsten der Finsternis zur sexy Werbe-Ikone“ nach. Die Werbung habe mit dem Teufel längst einen Pakt geschlossen. Nicht wenige Unternehmen würden ihre Seele verkaufen, „um mit dem ehemaligen Fürsten der Finsternis ihr Image aufzuwerten. Denn der Teufel – einst das personifizierte Böse – strahlt im Lichte seiner kapitalistischen Einvernahme längst hell und verführerisch“.
Wie es zu der Ausstellung weiter heisst, seien am Eingang kleine runde Spiegel so angebracht, dass der Besucher zunächst keine Monster-Fratzen erblicke, sondern das eigene Gesicht. Das sei „wahrscheinlich die beste Antwort auf die Frage, woher das Böse kommt“, so Spiegel Online.
In der Ausstellung geht es ferner unter anderem um die Verführungskraft des Bösen, den angeblichen Schutz durch Amulette, Horrorfilme und das Böse in der Musik. Gezeigt werden auch Karikaturen unter dem Titel „Dämonisierung des Bösen“. So kann man einen „jüdischen“ Teufel auf einem islamischen Buch sehen und eine Darstellung des Reformators Martin Luther als siebenköpfigen Drachen. Die Ausstellung ist noch bis zum 18. Mai geöffnet.
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