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Anwalt äussert sich zum Mordfall von Malatya

(23. November 2007/fa.) – In der „Turkish Daily News“ veröffentlichte der Anwalt Orhan Kemal Cengiz einen Artikel unter dem Titel „Was tut sich im Fall des Massakers von Malatya?“

Einer der Anwälte der vor sieben Monaten in Malatya ermordeten Christen zeigt sich in einem Artikel schwer enttäuscht von der Arbeit der Staatsanwaltschaft. Von 31 Aktenordnern würden nur deren 15 Informationen zur Mordtat beinhalten. In den 16 anderen Ordnern gehe es um die Aktivitäten der Opfer. Die Staatsanwaltschaft habe sämtliche Dokumente von deren Computern als „Beweise“ heruntergeladen.

Wörtlich schreibt Cengiz: „Wenn ich den Hintergrund nicht kennen würde, würde ich denken, dass hier zwei Banden einander bekämpften und dass Mitglieder der einen Bande die Mitglieder der anderen töteten, und dass der Staatsanwalt Beweise sammelte über diese beiden Banden!“ Dabei gehe es ja um das „unglaubliche Abschlachten dreier unschuldiger Personen, deren einzige Übeltat es war, missionarische Tätigkeiten am falschen Ort ausgeübt zu haben (...) Wenn ein Staatsanwalt missionarische Tätigkeiten als kriminell ansieht, ist es nicht schwer zu verstehen, wie einige Menschen ausrasten konnten und diese Missionare töteten.“

Der Anwalt der Mordopfer befürchtet jetzt, dass die veröffentlichten Akten zu neuen Morden führen könnten, weil sie viele Details über andere protestantische Christen im der Türkei enthalten.

Lesen Sie den ganzen Bericht von Orhan Kemal Cengiz bei Bonner Querschnitte.

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