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59000 Deutsche leben mit HIV infiziert
(27. November 2007 fa.) – Mehr HIV-Infizierte in Deutschland: Ende jahr werden rund 59000 Menschen mit HIV oder Aids leben. 3000 Menschen haben sich in diesem Jahr neu angesteckt.
Nach einer Schätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) werden Ende dieses Jahres etwa 59000 Menschen mit HIV oder Aids leben. 3000 haben sich neu infiziert. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
Laut RKI sind die meisten HIV-Infizierten (49000) Männer. In zwei von drei Fällen haben sie sich bei gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten angesteckt. Zu weiteren Infektionsrisiken zählen heterosexuelle Kontakte und intravenöser Drogenkonsum.
Unter den 59000 Betroffenen sind laut RKI auch etwa 350 Kinder, die die HIV-Infektion über ihre Mutter erworben haben. Bei 9500 der Infizierten ist die Immunschwächekrankheit Aids ausgebrochen. Das Institut rechnet bis Jahresende mit insgesamt 650 Todesfällen.
Seit 1995 nimmt die Zahl der HIV-Infizierten und Aids-Erkrankten in Deutschland zu. Während die Zahl der jährlichen Neuinfektionen in den 1990ern etwa bei 2000 lag, steigt sie seit sieben Jahren ebenfalls wieder an. Trotz moderner Medikamente bleibe HIV unheilbar und die Entwicklung von Impfstoffen schwierig, betonte RKI-Präsident Reinhard Kurth. Forschung und Vorbeugung müssten daher "unverändert einen hohen Stellenwert haben".
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