Magazin muss Evolution erklären
(28. November 2007/rh.) – Ein neues, englisches Magazin für Lehrer und Schüler liefert Argumente für Evolution und gegen die Schöpfungslehre. Offenbar ist das nötig.
Zuerst das Positive: Das ein neues Magazin herausgegeben wird, um die Evolution zu erklären, deckt auf, dass diese Theorie angeschlagen ist. Sie wird nicht mehr rundherum als Wahrheit betrachtet. Die Evolutionsbiologie muss sich zunehmend erklären. Das Negative: Das Journal „Evolution: Education and Outreach“ ist an Lehrer und Schüler adressiert und argumentiert gezielt gegen die kritischen Einwände von Kreationisten.
Herausgeber sind der Evolutionswissenschaftler Niles Eldredge und sein Sohn Greg, Lehrer für Naturwissenschaft. Verlegt wird es vom einflussreichen Wissenschaftsverlag "Springer". Das erste Heft wurde am 28. November anlässlich der "National Association of Biology Teachers-Konferenz" in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, vorgestellt.
Es enthält Beiträge von bekannten Kritikern der Schöpfungslehre, wie Eugene C. Scott, Andrea Barrett und Ian Tattersall. Die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift wendet sich an Schüler, Studenten aus Grund- und Hauptstudium, Lehrer und Wissenschaftler. "Die Artikel aus der neuen Zeitschrift liefern ihnen allen Material, das die Evolutionstheorie stützt", teilt der Verlag mit. Subventioniert von Springer sind die Online-Ausgaben des Heftes im Jahr 2008 kostenlos unter www.springerlink.com abzurufen.
Jetzt wäre es eigentlich umso wichtiger, schöpfungsorientierte Magazine wie das „Studium Integrale Journal“ der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ oder das evolutionskritische Magazin „factum“ zu stärken. Ob das die Christen hierzulande merken? Zweifel sind wohlo berechtigt. Denn leider ist nach der Ankündigung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen in Deutschland die Frage nach der Entstehung der Welt unverständlicherweise „nur ein randläufiges Thema”.
Schöpfung: Für Freikirchen zweitranging
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