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Schweiz: 1066 Embryonen vernichtet
(29. November 2007/rh.) – 2006 nahmen in der Schweiz 5000 Paare eine Behandlung zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung in Anspruch. Ein Drittel der behandelten Frauen wurden schwanger, weit über 1000 „überzählige“ Embryonen wurden vernichtet.
Das Bundesamt für Statistik veröffentlicht neueste Daten: Die Zahl der Schweizer Paare, die sich ein Kind durch die Hilfe der Reproduktionsmedizin erhoffen, stieg 2006 um 12 Prozent. Dabei lag das Durchschnittsalter der behandelten Frauen bei 36 Jahren (5 Jahre über dem Durchschnittsalter der Mütter bei der Geburt). Die Partner waren durchschnittlich 39 Jahre alt.
Die 5000 Frauen wurden rund 8000 Behandlungszyklen (1,6 Pro Frau) unterzogen, was bei einem Drittel zu einer Schwangerschaft führte. Die Erfolgsquote pro Zyklus liegt damit seit drei Jahren unverändert bei 22 Prozent. Andersherum gesagt: Die Misserfolgsquote ist mit 78 Prozent nach wie vor sehr hoch.
Im Jahr 2006 wurden in der Schweiz an 24 Zentren für Fortpflanzungsmedizin rund 40000 Eizellen zur künstlichen Befruchtung entnommen. Rund 55 Prozent dieser Eizellen entwickelten sich bis zum Zygotenstadium (befruchtetes Ei). 39 Prozent der Zygoten haben sich zu Embryonen entwickelt und 59 wurden für eine spätere Verwendung eingefroren.
Insgesamt wurden im Rahmen der fortpflanzungsmedizinischen Massnahmen im vergangenen Jahr 1066 Embryonen vernichtet und 72 Embryonen der Forschung zur Verfügung gestellt. Das Embryonalstadium dauert acht Wochen, vom Zeitpunkt der Befruchtung an bis zum Abschluss der Organentwicklung.
Dieses Zerstören von Leben lässt sich ethisch nur dann rechtfertigen, wenn man dem Embryo die Menschlichkeit und Menschenwürde abspricht und stattdessen von unpersönlichem Zellmaterial spricht.
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