|
Jesus Christus – Gottes Sohn?
(05. Dezember 2007/idea) - Der Neutestamentler Prof. Hans-Joachim Eckstein (Universität Tübingen) widersprach theologischen Überlegungen, Jesus Christus sei erst durch seine Auferstehung von den Toten oder bei seiner Taufe zum Sohn Gottes geworden.
Hans-Joachim Eckstein wies im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Evangelistenkonferenz in Karlsbad-Langensteinbach darauf hin, dass schon die ersten Christen der Überzeugung gewesen seien, dass Jesus vor seiner Geburt existiert habe und an der Schöpfung der Welt beteiligt gewesen sei. Der Theologe begründete das unter anderem mit einer Aussage des Apostels Paulus im 1. Korintherbrief (Kap. 8, Vers 6), wonach durch Jesus Christus „alle Dinge sind“.
Der unter vielen Theologen verbreiteten Auffassung, der Glaube an die Gottessohnschaft Christi habe sich erst Ende des ersten Jahrhunderts durchgesetzt, erteilte Eckstein eine Absage. Der Theologieprofessor warnte auch davor, die Jesusberichte des Neuen Testaments ausschliesslich durch die Brille des Alten Testaments zu lesen. Tatsächlich hätten umgekehrt viele Christen – darunter Paulus – erst durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten viele alttestamentliche Stellen deuten können. „Die Heilige Schrift erschliesst sich erst im Rückblick durch die Auferstehung Christi“, so die Überzeugung Ecksteins.
Die Deutsche Evangelistenkonferenz ist ein Zusammenschluss von rund 100 Männern und Frauen aus Kirchen, Freikirchen und Werken, die im evangelistischen Dienst tätig sind. Sie gehört der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste im Diakonischen Werk der EKD an. Neuer Vorsitzender ist der Zeltevangelist der württembergischen Landeskirche, Pfarrer Johannes Eissler (Reutlingen), den die Mitglieder zum Nachfolger von Pfarrer Wilfried Reuter (Reichelsheim/Odenwald) gewählt haben.
zurück
|
|
 |
© FACTUM ONLINE 2011 Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit
Genehmigung der Redaktion. |
 |
|
|
|
|
|
 |
 |