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Pakistan: Hilfswerk-Mitarbeiter ermordet
(18. Januar 2008/idea) – In Pakistan ist ein leitender einheimischer Mitarbeiter der christlichen Hilfsorganisation Shelter Now am 17. Januar ermordet worden.
Wie der Leiter des deutschen Zweiges, Udo Stolte (Braunschweig), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, befand sich der 29-jährige Büroleiter Sajeed Williams auf dem Heimweg, als er von einem maskierten Mann erschossen wurde. Der Täter konnte unerkannt entkommen; über mögliche Motive ist nichts bekannt, so Stolte.
Williams war Christ; er hinterlässt seine Frau und eine eineinhalbjährige Tochter. Er war mit der Verwaltung von zwei Hilfsprojekten beschäftigt, die Shelter Now in Pakistan unterhält. Dabei handelt es sich um ein kleines Fischzuchtprojekt und um den Aufbau von 105 Grundschulen, die bei dem Erdbeben vom 8. Oktober 2005 zerstört wurden.
Bis zum Frühjahr 2007 hatte Shelter Now provisorische Unterkünfte für rund 100.000 Betroffene des Erdbebens gebaut. Das Hilfswerk ist seit fast 25 Jahren in Pakistan tätig. Ausserdem ist es auch seit 1988 im Nachbarland Afghanistan mit humanitären Projekten engagiert, unter anderem mit der Winterhilfe für rückkehrende Kriegsflüchtlinge, die oft kein Dach über dem Kopf haben.
Derzeit sind für Shelter Now neben einheimischen Mitarbeitern zehn Deutsche, vier Schweizer und 16 Ausländer aus anderen Staaten in Afghanistan im Einsatz. Darunter sind auch zwei Deutsche, die im Jahr 2001 als Geiseln in der Gewalt der radikal-islamischen Taliban waren und zum Tode verurteilt werden sollten. Nach 102 Tagen kamen die acht Shelter-Mitarbeiter - vier Deutsche, zwei US-Amerikaner und zwei Australier – am 15. November 2001 wie durch ein Wunder frei und wurden von US-Truppen ausgeflogen.
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