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Tödlicher Erreger breitet sich aus

(18. Januar 2008/rh.) - In San Francisco ist ein neuer Stamm multiresistenter Bakterien der Gattung MRSA aufgetaucht: Der aggressive Erreger kann zu grossen Geschwüren und zu einer tödlichen Lungenentzündung führen.

Der im Grossraum San Francisco neu entdeckte Super-Bazilus aus der Gattung Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA), sucht vor allem die Homosexuellen-Kreise in Castro heim. Darauf verweisen erste Forschungen des San Francisco General Hospital Medical Centre. Mediziner befürchten eine Ausbreitung auf die gesamte Bevölkerung.

Nach einem Bericht in „Die Welt“ führt das Bakterium zu grossen Geschwüren in der Haut. In schweren Fällen kommt es zu einer tödlichen Blutvergiftung oder einer nektrotisierenden Lungenentzündung, bei der das Gewebe der Lungen zerstört wird. Sorge bereitet den Forschern, dass der neue Stamm gegen die Behandlung mit einer Vielzahl von Antibiotika resistent ist. Details der Entdeckung wurden in den "Annals of Internal Medicine" veröffentlicht.

Das Bakterium Staphylococcus aureus wurde bisher meist im Krankenhaus übertragen. Jährlich sind davon rund 50.000 Menschen betroffen, etwa 1.500 sterben an den Folgen. Die neue Form von MRSA ist anders und gefährlicher. Menschen können sich auch bei einem zufälligen Kontakt mit anderen infizieren.

Das Forscherteam um Binh Diep hat herausgefunden, dass der Bazillus 13 Mal häufiger bei homosexuellen Männern in San Francisco auftritt als bei heterosexuellen Menschen. Im Castro Bezirk, in dem mehr homosexuelle Menschen leben als anderswo in den Vereinigten Staaten, trägt einer von 588 diese MRSA-Form in sich. In der Gesamtbevölkerung der Stadt ist bereits einer von 3.800 Menschen betroffen.

Gemäss „Welt online“ basiert die neue Studie auf einer Untersuchung der Daten von Kliniken in San Francisco und Boston. Mark Enright, einer der führenden britischen MRSA-Experten erklärte, dass die Höhe der Zahlen überraschend sei. "Wir wissen, dass der USA300-Stamm sich sehr leicht über Hautkontakt überträgt. Am meisten gefährdet sind homosexuelle Männer, Drogenkonsumenten und Sportler, wie etwa Ringer, die viel Körperkontakt haben. Viele Sexualpartner und häufiger Hautkontakt mit vielen verschiedenen Menschen erleichtern die Ausbreitung der Infektion."

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