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Christen in vielen islamischen Ländern verfolgt

(21. Januar 2008/sea/fh.) - Dass sich die Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) wegen der Minarett-Initiative Sorgen um die Religionsfreiheit für Muslime in der Schweiz macht, stösst bei der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der SEA auf Unverständnis. In Saudia Arabien, Ägypten, Iran und vielen islamischen Ländern werden Christen nach wie vor brutal verfolgt.

In zahlreichen islamischen Staaten würden die UNO-Menschenrechte nur unter Vorbehalt der Scharia akzeptiert. Diese sehe für Menschen, die vom Islam zu einer anderen Religion wechseln, das Todesurteil vor, sagte Annette Walder-Stückelberger, neue Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) anlässlich einer Medienorientierung.

Islamische Länder stehen zuoberst auf dem Index für Christenverfolgung. Sie sei deshalb über die Anfrage der OIC die Minarett-Initiative betreffend sehr erstaunt, zumal man wisse, wie wenig, wenn überhaupt, in den Ländern dieser Organisation Religionsfreiheit gewährleistet sei. „Die Diskriminierungen und teilweise brutalen Verfolgungen von Christen stehen in krassem Gegensatz zur angesprochenen Initiative“, so Walder. Die OIC solle sich dafür einsetzen, dass Christinnen und Christen in allen islamischen Ländern ihren Glauben frei leben könnten.

Mit Blick auf Bundesrat und EDA sagte Annette Walder-Stückelberger, sie sehe spätestens jetzt den Zeitpunkt für gekommen, dass auch unserer Regierung sich bei den Staaten der OIC nach der Religionsfreiheit für Christinnen und Chris-ten in ihren Ländern erkundige.

Nach rund zehn Jahren als Präsident der Gruppe gab Pierre Tschanz von Open Doors am Freitag den Stab an Annette Walder-Stückelberger von Christian Solidarity International weiter. Sie übernimmt heute anlässlich einer kleinen Feier in Bern die Leitung der Arbeitsge-meinschaft für Religionsfreiheit (AGR), in der sieben evangelische Werke mitarbeiten, die sich auf die Hilfe an verfolgten Christen weltweit spezialisiert haben. Die AGR führt den jährlichen Sonntag der verfolgten Kirche durch, initiiert Unterschriftensammlungen und andere Aktionen, pflegt Kontakte zu Botschaften und zum Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA).



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