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Das Paulus-Jahr 2008/2009

(22. Januar 2008/apd./fa.) - Das Paulus-Jahr 2008/2009 wird am 28. Juni 2008 offiziell eröffnet. Die katholische Kirche plant Konferenzen und kulturelle Veranstaltungen.

Papst Benedikt XVI. will das Paulus-Jahr am 28. Juni mit einem Gottesdienst in San Paolo - der Begräbnisstätte des Apostels eröffnen. Während des Paulus-Jahres plant die katholische Kirche Konferenzen, Gebetstreffen und kulturelle Veranstaltungen. Noch nicht bekannt ist, was von evangelischer Seite geplant ist, deren entscheidende Grundlage Texte von Paulus sind.

Der um das Jahr 8 nach Christus geborene Apostel Paulus stammte aus einer jüdischen Familie in Tarsus in Kilikien. Er wurde zunächst Saulus (Scha'ul) genannt, was "der Erwünschte" bedeutet, wie sein Vater war er römischer Bürger.

Zunächst studierte Saulus in Jerusalem die mosaischen und prophetischen Schriften sowie die rabbinische Überlieferung. Er war überzeugter Anhänger der gesetzeseifrigen jüdischen Gruppe der Peruschim (Pharisäer) und damit ein Gegner der Jesus-Anhänger. Dies blieb bis zum sogenannten Damaskus-Erlebnis wenige Jahre nach dem Tod Jesu so: Saulus hatte den Auftrag, in Damaskus Christen zu verfolgen.

Eine Begegnung mit dem auferstandenen Christus vor den Toren der Stadt veränderte sein Leben von Grund auf, er wurde zum "Apostel der Heidenvölker" (Römer 11,13).

Auf Reisen über Tausende Kilometer wirkte er als Missionar in der Arabia (Nabatäerreich), in Syrien und Kilikien und wurde bald selbst verfolgt. Vermutlich im Jahre 58 - vor 1.950 Jahren - wurde Paulus verhaftet und als römischer Bürger nach Rom geschickt, wo er nach weiterer Lehrtätigkeit starb, wohl als Märtyrer.

Zwei Jahrzehnte nach dem Tod Jesu und noch vor der Niederschrift der Evangelien brachte er die Lehre des christlichen Glaubens in seinen Briefen auf die zentralen Begriffe. Vor allem sein Drängen brachte die junge Kirche dazu, über Israel und das Judentum hinauszugehen und die Mission im gesamten Römischen Reich - und darüber hinaus - voranzutreiben.



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