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Die Zukunft des Christentums

(25. Januar 2008/rh.) - Dass das Christentum eine «westliche» Religion sei – also die Religion der nördlichen Hemisphäre und der Reichen – ist ein Klischee. Würde das wirklich stimmen, dann wäre die laufende Säkularisierung des Westens das Ende des Christentums. Global betrachtet wäre dann der Islam die Religion der Zukunft.

Alle Daten und Fakten sprechen dafür, dass wir zu lernen haben, wie sich der geografische Schwerpunkt der christlichen Welt im vergangenen Jahrhundert nach Süden verschoben hat, vor allem nach Afrika, Asien und Lateinamerika. Der kenianische Religionswissenschaftler John Mbiti dürfte recht haben, wenn er sagt: «Die Zentren der weltweiten Kirche sind nicht länger in Genf, Rom, Athen, Paris, London oder New York, sondern Kinshasa, Buenos Aires, Addis Abeba und Manila.»

Der Religionswissenschaftler Philip Jenkins, Professor an der Pennsylvania State University, ist überzeugt, dass das Christentum im 21. Jahrhundert einen weltweiten Aufschwung erleben wird. Aber eben: Die überwiegende Mehrheit der Gläubigen wird weder weiss noch europäisch oder nordamerikanisch sein. Denn bis zum Jahr 2025 werden Afrika und Lateinamerika zusammen die Hälfte der Christenheit beheimaten. Im selben Jahr wird nur noch ein Fünftel der dann weltweit 3 Mia. Christen weisser, nicht-hispanischer Abstammung sein. mehr...

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