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Beatles-Guru Maharishi Mahesh Yogi ist tot
(06. Februar 2008/rh.) – Der Gründer der Transzendentalen Meditation, Maharishi Mahesh Yogi, ist gestorben. Er war der geistige Führer vieler Stars, unter anderem der Beatles.
Berühmt wurde Maharishi Mahesh Yogi 1968, als die Beatles zu ihm in den Ashram nach Indien reisten. Von da an war der langhaarige Inder im weissen Kleid weltbekannt. Seine Meditationspraxis – TM - fand unzählige Anhänger, gerade bei uns im Westen. Maharishi hatte Ende Januar seinen Rückzug aus der Öffentlichkeit angekündigt. Jetzt wurde sein Tod im Alter von geschätzten 91 Jahren gemeldet.
Die vom Guru gelehrte sog. Transzendentale Meditation fand nach eigenen Angaben bis heute sechs Millionen Anhänger. Zur Bekanntheit der TM wesentlich beigetragen haben Prominente aus Musik und Film. Von Regisseur David Lynch soll gesagt haben, TM habe ihm in allen Lebensbereichen geholfen. Der Maharishi habe das Fundament für weltweiten Frieden gelegt.
Maharishi ist es gelungen, die indische meditative und philosophische Tradition des Vedanta dem westlichen Lebensgefühl anzupassen und zum Verkaufsschlager zu machen. Das verwestliche TM wird als Mittel zur Förderung von Kreativität, Gesundheit, Intelligenz und Effizienz angepriesen.
Dass die eigentliche Stossrichtung der indischen Vollversion zur Erkenntnis der Welt als einer Illusion führen will und lehrt, dass Eremitentum die Verwirklichung des Göttlichen in sich am besten fördere, wird in westlichen TM-Kursen nicht in der ursprünglichen Radikalität vermittelt. Die Transzendentale Meditation wurde zur spirituellen Übung von Führungskräften als Ausgleich zum Alltagsstress.
Doch TM hat einen weit höheren Anspruch. Nach Maharishi ist TM "die einzige je entwickelte praktische Methode zur Verwandlung der Gesellschaft aus Leiden und Negativität zu Frieden und Fortschritt". Damit beansprucht er, mit seiner Meditationstechnik die aggressive, zerstörerische Struktur der Welt in eine friedliche transformieren zu können. Damit verkauft TM nicht nur eine Meditationspraxis, sondern auch eine Utopie. Jetzt ist die mit dieser Utopie verbundene Identitifkationsfigur gestorben. Der Wunsch, durch bestimmte Mittel und Methoden auf der Welt Frieden zu schaffen, wird hingegen weiterleben.
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