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Hauptverantwortliche verlassen Willow-Creek

(07. Februar 2008/idea) – Zwei führende Geistliche verlassen die international bekannte Willow-Creek-Gemeinde in South Barrington bei Chicago (US-Bundesstaat Illinois). Mit über 20.000 Besuchern ist sie eine der grössten Gemeinden in den USA.

Ihr Konzept, Kirchenferne zu erreichen, ist zum Vorbild von Tausenden Gemeinden geworden, die ein weltweites Willow-Netz bilden. Der deutsche Zweig führt vom 7. bis 9. Februar eine Grosskonferenz in Oberhausen durch.

Willow-Creek-Hauptpastor Gene Appel, der vor zweieinhalb Jahren die Nachfolge von Gründer Bill Hybels angetreten hatte, habe seinen Rücktritt eingereicht, teilte die Gemeindeleitung (Älteste) in einer Erklärung mit, die am 26. Januar im Internet veröffentlicht wurde.

Appel will nach eigenen Angaben noch bis Ende der Osterzeit seine gegenwärtigen Aufgaben wahrnehmen und danach unter Gebet „Gottes nächstes Abenteuer“ suchen. Nach monatelangen inneren Kämpfen, bei denen er auch den Rat „weiser Menschen“ gesucht habe, verspüre er den Anstoss, wieder leitender Pastor einer Ortsgemeinde zu werden. Appel ist seit 2003 bei der Willow-Creek-Gemeinde tätig.

Im Juni nimmt Pastor Randy Frazee seinen Abschied, der für Lehraufgaben in der Willow-Creek-Gemeinde zuständig ist. Er wechselt an die Oak-Hills-Gemeinde in San Antonio (Bundesstaat Texas), wo er an der Seite des Geistlichen und Bestsellerautors Max Lucado seinen Dienst als leitender Pastor versehen wird. 

Hybels wird künftig wieder Hauptpastor an der Willow-Creek-Gemeinde, die er 1975 gegründet hat. Sie entstand aus einer 1971 begonnenen Jugendarbeit. Von Beginn an setzte Hybels auf attraktive Gottesdienste für kirchenferne Menschen mit Theaterstücken, populärer Musik, und kurzweiligen Predigten. Besucher und Mitglieder werden in verschiedene Kreise und Arbeitsgruppen eingebunden.

Inzwischen hat eine von Willow-Creek in Auftrag gegebene Studie gezeigt, dass es ihr zwar gelinge, Menschen für einen Anfang im Glauben zu gewinnen, doch hapere es bei der Festigung im Glauben. Fast jeder Vierte gab an, in seinem geistlichen Wachstum stehen geblieben zu sein. Hybels hat Fehler eingeräumt und Änderungen eingeleitet.

Der Vorsitzende von Willow Creek Deutschland/Schweiz, Ulrich Eggers (Cuxhaven), begrüsst die Rückkehr Hybels als Hauptpastor. Die Gemeinde habe sich in der Vergangenheit einseitig auf junge Menschen ausgerichtet. Nun hoffe man, dass Willow „die Schraube etwas zurückdreht“, sagte Eggers am 7. Februar vor Journalisten bei der Willow-Konferenz in Oberhausen. Die Nachfolgeregelung für Hybels habe „im ersten Anlauf nicht geklappt“. Offen sei, wann ein neuer Anlauf gemacht werde.

Willow Creek unter Druck?

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