Kontakt   Newsletter   Impressum
   

    factum online RSS
  Infos zum RSS-Feed

Religiöse Verfolgung in China nimmt zu

(08. Februar 2008/idea) – Die religiöse Verfolgung in der Volksrepublik China hat sich im vergangenen Jahr verschärft. Das geht aus einer Statistik hervor, die das Hilfswerk China Aid Association (CAA/Midland im US-Bundesstaat Texas) am 5. Februar veröffentlicht hat.

Insgesamt gab es danach 60 Übergriffe auf staatlich nicht anerkannte Hausgemeinden, ein Zuwachs von mehr als 30 Prozent gegenüber 2006. Die Zahl der Verfolgten wuchs um 18,5 Prozent auf 788 Personen. 693 wurden festgenommen und eingesperrt; die Zahl wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent. Lediglich die Verurteilungen zu Freiheitsstrafen gingen zurück - um knapp sechs Prozent auf 16 Personen. Fast 60 Prozent aller Festnahmen betrafen Hauskirchenleiter (415).

Laut CAA wurden im vorigen Jahr wahrscheinlich mehr als 100 ausländische Christen festgenommen, verhört und ausgewiesen. 84 Fälle seien bestätigt. Die meisten dieser Personen kamen aus westlichen Ländern sowie einige aus Südkorea. Sieben Fälle religiöser Verfolgung betrafen klaut CAA den Druck und Vertrieb christlicher Literatur.

Die Gesamtzahl der Christen im kommunistisch regierten China liegt laut CAA einem internen staatlichen Bericht zufolge bei 130 Millionen. Andere China-Kenner gehen von 40 Millionen aus. Unbestritten ist, dass sich die meisten in staatlich nicht registrierten Gemeinden versammeln, weil sie eine Kontrolle durch das kommunistische Regime ablehnen. Die staatlich anerkannte Drei-Selbst-Bewegung und der Chinesische Christenrat repräsentieren nach offiziellen Angaben 18 Millionen Mitglieder. Von den etwa 20 Millionen Katholiken gehören rund sechs Millionen regimetreuen Kirchen an. Nach Schätzungen leben in der Volksrepublik ferner rund 100 Millionen Buddhisten, 30 Millionen Taoisten und 25 Millionen Muslime.



zurück

Das aktuelle Heft:
factum 3/2012


factum 3/2012
factum-Abo
efactum-App
Mithelfen und fördern!
ethos – suchen, finden, leben