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"African Mercy" hilft in Liberia

(16. Februar 2008/idea) – Das internationale christliche Hilfswerk Mercy Ships (Schiffe der Barmherzigkeit) hat mit seinem 2007 neu in Dienst gestellten Krankenhausschiff „African Mercy“ einen zehnmonatigen Einsatz im westafrikanischen Liberia begonnen.

Das schwimmende Lazarett liegt seit dem 5. Februar im Hafen der Hauptstadt Monrovia vor Anker. Das 3,3 Millionen Einwohner zählende Land leidet nach wie vor unter den Folgen eines Bürgerkriegs, der zwischen 1989 und 2003 rund 250.000 Menschenleben kostete.

Das Hilfswerk will Patienten kostenlos medizinisch versorgen und Entwicklungshilfeprojekte durchführen. Auf dem weltgrössten Krankenhausschiff sollen bis zu 5.000 Operationen vorgenommen werden.

Am 19. Februar wird die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf an Bord erwartet. Sie begrüsste, dass das Werk beschlossen habe, sein 30-jähriges Bestehen mit einem Hilfseinsatz zu begehen: „Ohne die Hilfe müssten Tausende Liberianer weiter auf medizinische Behandlung und sauberes Wasser warten.“

Seit 1978 haben Mercy Ships-Mitarbeiter in über 70 Ländern mehr als 1,5 Millionen Menschen medizinisch behandelt und über 5,5 Millionen Personen zu besseren Lebensbedingungen verholfen, so das Werk. Es stellte nach eigenen Angaben ferner Hilfsleistungen im Wert von mehr als 460 Millionen Euro zur Verfügung. Ausserdem seien 350 Aufbauprojekte durchgeführt worden, etwa in der Landwirtschaft, in Schulen, Kranken- und Waisenhäusern sowie im Brunnenbau.

Die African Mercy – 1980 erbaut – diente früher als Eisenbahn-Fähre zwischen Warnemünde und dem dänischen Gedser. Das 152 Meter lange Schiff wurde mit einem Aufwand von mehr als 44 Millionen Euro umgebaut und mit modernster Krankenhausinfrastruktur ausgestattet. Es umfasst sechs Operationssäle, 78 Krankenbetten, eine Schule, eine Apotheke und eine mobile Zahnklinik. Zudem bietet das Schiff 474 Betten für Mitarbeiter.

Mit den inzwischen ausrangierten Schiffen MS Anastasis und MS Caribbean hatte Mercy Ships insgesamt 225 Häfen besucht. „Alle Mitarbeiter an Bord sind ehrenamtlich tätig und zahlen für ihre Unterkunft und Verpflegung einen monatlichen Beitrag“, so die Öffentlichkeitsreferentin von Mercy Ships Deutschland, Doris Rypke (Kaufbeuren bei Augsburg). Nach ihren Angaben sind auch 15 deutsche Mediziner und Pflegekräfte an Bord des Schiffes. Das Werk finanziert sich allein durch Spenden.

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