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Zukunft: Maschinen sollen Gehirn unterstützen

(18. Februar 2008/rh.) - Die Wissenschaft und damit die Menschheit stehe kurz davor, winzige Roboter ins menschliche Gehirn implantieren zu können, um den Menschen intelligenter zu machen. Das meint der Computerspezialist und Futurist Ray Kurzweil.

Ray Kurzweil gehört zu einer Auswahl von 18 einflussreichen Denkern, die von der US-National Academy of Engineering gewählt wurden, um die grossen technologischen Herausforderungen des 21sten Jahrhunderts zu identifizieren. In der Gruppe der 18 sind auch Google-Gründer Larry Page und der Genforscher Craig Venter.

Kurzweil rechnet sogar damit, dass sich Maschinen und Menschen eines Tages durch in den Körper implantierte Steuerungen zur Verbesserung von Intelligenz und Gesundheit verbinden werden. Kurzweil ist überzeugt, dass solche bislang nur in Science-Fiction-Visionen vorkommenden Ideen, „Teil unserer Zivilisation werden“. Angst müsse uns das nicht machen. Es gehe dabei nicht um die Invasion ausserirdischer, intelligenter Maschinen, die uns ersetzen wollen.

Raymond (Ray) Kurzweil ist der Sohn einer jüdischen Familie aus dem New Yorker Stadtteil Queens. Er studierte am Massachusetts Institute of Technology und ist ein Pionier der optischen Texterkennung (OCR), Sprachsynthese (computervorgelesene Texte), Spracherkennung, Flachbettscannertechnologie und im Bereich elektronischer Musikinstrumente, insbesondere den Keyboards. Kurzweil gilt als einer der bedeutendsten Visionäre der Künstlichen Intelligenz.

Gerne weist er daraufhin, dass schon heute Maschinen Hunderte menschlicher Tätigkeiten verrichten, und das alles auf menschlichem Level oder auf einigen Gebieten sogar auf noch höherem Niveau. „Schon heute sind wir eine menschliche Maschinen-Zivilisation. Wir nutzen unsere Technologien, um unsere physischen und mentalen Horizonte zu erweitern. Die auf uns zukommende Entwicklung wird nur eine Fortsetzung und Erweiterung in dieser Richtung sein.“

Kurzweil prophezeit: „Ich stelle die These auf, dass wir bis zum Jahr 2029 sowohl die Hardware als auch die Software haben werden, um mit künstlicher Intelligenz menschliches Niveau zu erreichen, und zwar mit jener grossen Geschmeidigkeit und emotionalen Intelligenz, welche die menschliche Intelligenz ausmachen.“

Menschen und Maschinen würden eventuell sogar verschmelzen durch gesteuerte Geräte, die im menschlichen Körper eingebettet sind, um unsere Gesundheit und Intelligenz zu erhöhen,“ sagt Kurzweil voraus.

„Wir werden intelligente Nanobots haben, die über Kapillare direkt in unser Gehirn vordringen und mit unseren Neuronen interagieren,“ sagte Kurzweil gegenüber BBC News. Solche Nanobots könnten uns helfen, Erlebnisse schneller in Ereinnerung zu rufen und vom Nervensystem aus in virtuelle Welten aufzusteigen.

Mit den Büchern "The Age of Intelligent Machines" sowie "The Age of Spiritual Machines" (deutscher Titel „Homo S@piens“) legte Kurzweil die Grundlagen für seine Theorie der Künstlichen Intelligenz, die sich ausgehend von der menschlichen Intelligenz entwickelt. Sein letztes Werk, "The Singularity Is Near" (deutsch: Der Urknall ist nah), das derzeit verfilmt wird, verkündigt den Beginn einer neuen Epoche.

Kurzweil scheut sich nicht, Prognosen zu machen. Recht behielt er beispielsweise mit den 1990 veröffentlichten Aussagen, dass Schachcomputer Schachweltmeister schlagen werden. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von falschen „Techno-Prophezeiungen“ aus dem Munde Kurzweils. Falsch lag beispielsweise mit der Aussage, dass sich Autos ab 2000 automatisch steuern. Und Kriege, so meint Kurzweil, würden ab 2009 nur noch von Maschinen geführt werden. Da dürfte er weit daneben liegen. Wiederum Recht behielt er mit der Annahme, die er im Jahre 1998 machte, dass ab 2005 die drahtlose Computerkommunikation drahtgebundene Netze ablösen.

Ob er mit seiner Mensch-Maschinen-Verschmelzung richtig liegt? Wir sind gut beraten, uns an sichere Worte in bezug auf die Zukunft zu halten. Und diese stehen in der Heiligen Schrift.

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