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Christliche Organisationen wehren sich
(18. Februar 2008/idea/factum) – Immer mehr christliche Einrichtungen wehren sich gegen die Angriffe auf den Jugendkongress „Christival“. Der pietistische Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC/Kassel) hat der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen Kampagnen-Führung vorgeworfen. Die Bibelschule Wiedenest spricht von Diskriminierung.
Die Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen sei durch eine Aneinanderreihung von Wertungen, Verunglimpfungen und Unterstellungen gekennzeichnet. Man erkenne darin den Versuch, die grundgesetzlich verankerte Meinungs-, Gewissens- und Religionsfreiheit in einzelnen Bereichen zu beschneiden, schreibt der EC-Jugendverband und fordert die politischen Verantwortungsträger auf, „diesen Tendenzen entgegen zu treten und dafür Sorge zu tragen, dass nicht einzelne christliche Gruppen durch gewählte Volksvertreter und ihnen verbundene Lobbygruppen diskriminiert werden“.
Horst Afflerbach, Dozent an der Bibelschule Wiedenest schreibt in einer Stellungnahme, es sei „ein ungeheurer Vorgang der Diskriminierung, wenn Heilungsmöglichkeiten vorenthalten werden“. Zwar verstehe man die Haltung der Bundesregierung, welche die Mehrheitsmeinung vertrete, nach der Homosexualität keine Krankheit sei und demnach auch keiner Therapie bedürfe. Aber man verwahre sich gegen die Unterstellung, dass davon abweichende Meinungen per se als unseriös und Hilfsangebote von vorneherein als pseudowissenschaftlich diskreditiert würden. Afflerbach wörtlich: „Es stellt aus unserer Sich einen ungeheuren Vorgang der Diskriminierung dar, wenn man Menschen, die ihre homosexuelle Neigung nicht als wünschenswert empfinden, Heilungsmöglichkeiten vorenthalten will, nur weil diese Auffassung der Homosexeulle-Lobby widerspricht.“
Der Wiedenester Lehrer betont die Freiwilligkeit der Therapieangebote, die niemandem aufgedrängt würden. Auch das am Christival ursprünglich angebotene Seminar sei kein Pflichtprogramm für die Teilnehmer gewesen, sondern ein Angebot für Betroffene.
Hintergrund der Diskussion ist folgende: Die Grünen-Fraktion nimmt Anstoss an mehreren Seminaren des Christival zu Abtreibung, Homosexualität und sexuellem Missbrauch. In der Kleinen Anfrage hatte es geheissen, „christlich-fundamentalistische Gruppen“ versuchten zunehmend, „Lesben und Schwule mit ‚pseudowissenschaftlichen Therapien’ von ihrer Homosexualität zu ‚heilen’“. Die Bundesregierung verteidigte in ihrer Antwort die finanzielle Förderung des Treffens, weil es Impulse für die christliche Kinder- und Jugendarbeit gebe. Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, Volker Beck, der nach eigenen Angaben in einer schwulen Lebensgemeinschaft lebt, hatte mit seinem Protest gegen das Seminar „Homosexualität verstehen – Chance der Veränderung“ den Streit um das Christival Anfang Januar ausgelöst. Das für dieses Angebot zuständige Institut für Jugend und Gesellschaft der Kommunität Offensive Junger Christen (Reichelsheim) zog das Seminar daraufhin zurück, um das Treffen aus dem öffentlichen Schussfeld zu nehmen. Der Deutsche EC-Verband unterstützt das Christival und hat die rund 40.000 Teilnehmer der EC-Jugendgruppen aufgerufen, an dem Kongress teilzunehmen.
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