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GB: Angst vor Überwachungsstaat

(20. Februar 2008/idea) – In Grossbritannien verbreitet sich die Sorge, dass das staatliche Datensammeln die Dimensionen eines endzeitlichen Überwachungsstaats annimmt.

Aktuell lösen Regierungspläne zur Einführung einer Lern-Nummer solche Ängste besonders bei Eltern aus, berichtet die Londoner Tageszeitung "The Times". Der Staat will jeden Jungen und jedes Mädchen ab 14 Jahren unter einer unveränderlichen Nummer registrieren und Schulnoten, akademische und berufliche Qualifikationen lebenslang speichern. Mit der Zeit würde ein vollständiger Bildungs- und Ausbildungs-Lebenslauf jedes Bürgers entstehen.

Zugang zu der Datenbank, die das internationale Computerunternehmen LogicaCMG für 67,5 Millionen Euro einrichten soll, sollen zum Beispiel künftige Arbeitgeber haben. Sie könnten überprüfen, ob ein Bewerber tatsächlich die Qualifikationen erworben hat, die er angibt.

Der "Times" zufolge stellen Lehrer- und Elternverbände, Oppositionspolitiker und Menschenrechtler jedoch den Sinn einer solchen „Big-Brother“-Aktion in Frage. Die Sicherheit der privaten Daten von Millionen Bürgern stehe auf dem Spiel.

Dass die Datenbank sicher sei, wie die Regierung versichert, glauben die wenigsten Eltern, vermutet Margaret Morrisey von der Nationalen Vereinigung der Elternbeiräte. Der Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch ist in Grossbritannien, wo es noch nicht einmal Personalausweise gibt, besonders seit mehreren Pannen im vergangenen Jahr ins Gerede gekommen.

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