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Ex-Muslime fordern Kopftuchverbot an Schulen

(25. Februar 2008/md/fa.) - Der deutsche Zentralrat der Ex-Muslime (ZdE) fordert ein generelles Kopftuchverbot für Lehrerinnen und Schülerinnen an öffentlichen Schulen.

In einer entsprechenden Erklärung vom November 2007 heisst es, die Verschleierung von Mädchen sei „eine Form mentaler Kindesmisshandlung“. Eltern, die ihre Töchter zum Tragen des Kopftuchs anhalten, „verbauen die Zukunft ihrer Kinder, indem sie diese in das Korsett einer patriarchalen, autoritären Ideologie zwängen, die mit den Prinzipien eines demokratischen, an der Gleichberechtigung der Geschlechter orientierten Rechtsstaats nicht zu vereinbaren ist“.

Im Kopftuch sehen die Ex-Muslime „ein hochwirksames Zwangsinstrument zur Zurichtung von Mädchen und Frauen auf die Herrschaftskultur des Islam“. Mit einem Kopftuchverbot würde der Staat nicht nur das Emanzipationsstreben jener Mädchen unterstützen, die sich dem Zwang nur aufgrund des elterlichen Drucks unterwerfen, er würde auch Mädchen, die freiwillig das Kopftuch tragen, Gelegenheit geben, Liberalität zu erleben.

Den Ex-Muslimen ist die Problematik ihrer Forderung durchaus bewusst. So schreiben sie: Zwar sei es für eine offene Gesellschaft „keineswegs unproblematisch, wenn der Staat in die Kleiderordnung seiner Bürger“ eingreife, dies dürfe jedoch nicht dazu führen, dass man „jene gewähren liesse, die die offene Gesellschaft am liebsten ganz abschaffen würden“. Auf der Basis der Verfassung der Bundesrepublik können in den Augen der Ex-Muslime nur „aufgeklärte Versionen des Islam toleriert werden, die etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau akzeptieren“.

Quelle: Materialdienst der EZW

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