US-Evangelikale diskutieren Emerging Church
(27. Februar 2008/rh.) – In den USA wird innerhalb der christlichen Kirchen intensiv über die sog. „Emerging Church“, die „auftauchende, neue Kirche“ diskutiert. In einer Gesprächsrunde trafen sich R. Albert Mohler, R.C. Sproul und Ravi Zacharias. Zu sehen auf YouTube.
Die Christenheit steht im Spannungsfeld zwischen Konservatismus und Liberalismus. Das schon lange. In der Zeit der Postmoderne bekommt diese Spannung allerdings eine neue Dimension.
Einige Exponenten aus der evangelikalen Bewegung versuchen, die christliche Botschaft der Postmoderne anzupassen. Das Evangelium soll damit wieder mehr Relevanz in der Gesellschaft bekommen. Auf diesem Weg versuchen sie sich vermehrt, mit liberalen Strömungen zu versöhnen.
Einer der Vorreiter der Emerging Church ist Brian McLaren. „factum“ veröffentlichte in der Ausgabe 7/2007 eine ausführliche Darstellung seines Buches „A Generous Orthodoxy“ unter dem Titel „Das Ende der Eindeutigkeit“.
Eine Diskussion unter konservativen Evangelikalen zum Thema veröffentlichte C. nun Michael Patton auf seiner Webseite. Mohler, Sproul und Zacharias formulieren ihre Einschätzung des Versuchs, die christliche Botschaft dem Postmodernen Denken anzupassen. Dabei kritisieren sie in erster Linie den Verlust Wahrheit.
Ravi Zacharias zeigt Unverständnis für die Bestrebungen der Emerging-Church-Vertreter: „Ist ihnen langweilig mit Gott?“ Nach dem Lesen des Buches von Brian McLaren frage er sich, was der Autor denn nun wirklich glaube. Auch Sproul betonte, dass die Wahrheit zu wichtig sei, um sie „auf der Strasse preiszugeben“.
Ein sehr aktueller, deutschsprachiger Blog, der auch das Thema Emerging Church diskutiert wird vom Bonner Theologen Ron Kubsch betrieben.
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