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Schäuble: Zeitungen sollen Mohammed-Karikaturen bringen
(27. Februar 2008/fa.) - Der deutsche Innenminister Wolfgang Schäuble hat die europäischen Zeitungen aufgefordert, dem Beispiel dänischer Blätter zu folgen und geschlossen die umstrittenen Mohammed-Karikaturen abzudrucken.
Im Magazine der "Zeit" - "Leben" - sagt Schäuble, er habe "Respekt davor", dass die dänischen Zeitungen die Mohammed-Karikaturen erneut abgedruckt hätten, "nach dem Motto: Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren."
Schäuble weiter: "Eigentlich müssten jetzt alle europäischen Zeitungen diese Karikaturen abdrucken, und zwar mit der Erklärung: Wir finden sie auch miserabel, aber die Inanspruchnahme von Pressefreiheit ist kein Grund, Gewalt zu üben."
Grosse dänische Zeitungen hatten Mitte Februar erneut eine umstrittene Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban veröffentlicht. Sie reagierten damit auf die Aufdeckung von Mordplänen gegen den Zeichner. Die Veröffentlichung rief wie schon vor zwei Jahren heftige Proteste in der islamischen Welt hervor.
Schäuble zeigte sich überzeugt davon, dass die Bedeutung der Religion in den nächsten Jahrzehnten nicht abnehmen wird: "In der Welt des 21. Jahrhunderts wird die Religion eine grosse Bedeutung behalten, und zwar sicher nicht nur, was den Islam angeht. Den Menschen wird klar werden, dass sie am Ende nicht ohne Religion auskommen", sagte Schäuble.
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