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Raben-Zauberer im Dunstkreis von Satanisten
(28. Februar 2008/fa.) – Der Schweizer mit dem Künstlernamen Vincent Raven gewann bei der TV-Show „Next Uri Geller“ mit düsteren Beschwörungen und Voodoo-Ritualen. Alles nur Trickkunst? Zumindest früher hatte Raven Kontakt mit Satanisten.
Pro 7 schürte mit der Sendung „Next Uri Geller“ bei Millionen Zuschauern die Frage nach Übersinnlichen Kräften. Diesen Wettbewerb der Zauberkünstler gewann schliesslich der in Bern lebende Vincent Raven im düsteren Outfit eines Schwarzmagiers und unter Mithilfe seiner Raben.
Mit Vincent Raven gewann derjenige, der die dunkelste „Show“ bot und am konkretesten den Eindruck hinterliess, er spiele mit übersinnlichen Kräften und schwarzmagischen Praktiken. Der schwarze Mantel, das Pentagramm als Fingerring, magische Sprüche in unverständlicher Sprache, Blutrituale, Raben als Helfer – all das unterstrich diese Einschätzung und liess das Publikum schaudern.
Nun taucht plötzlich ein Bild von Vincent Raven auf einer Satanisten-Webseite auf. Das meldet „Blick online“. Der Satan anbetende Geheimbund „Schwarzer Orden des Luzifer“ nennt ihn „Vincent Raven Dark“ und schreibt, Raven sei in der Gründungsnacht des Ordens im Jahr 1999 dabei gewesen.
Der Anführer des Teufelsbundes, Markus „Satorius“ Wehrli sagte gegenüber „Blick“: Er war Mitglied vom Schwarzen Ordern des Luzifer, und in der Gründungszeremonie dabei. Faktisch hat er nie seinen Austritt gegeben.“
Raven reagierte auf diese Enthüllung wütend. Er sei Katholik, katholisch erzogen worden und interessiere sich auch für andere Richtungen der Magie. „Aber ich bin sicher kein Satanist!“
Dass er in der Walpurgisnacht 1999 in der Burgruine Lieli-Nünegg war als der Satanisten-Orden gegründet wurde, kann Raven nicht bestreiten. Auf die Frage, was er da zu suchen hatte, antwortete er: „Ich war da mit ein paar Heavy-Metal-Typen. Was die anderen Leute da trieben, interessierte mich, aber ich hatte rein gar nichts damit zu tun!“ Mit Satanistenführer Sartorius habe er seit dem Jahr 2000 keinen Kontakt mehr.
Sartorius, der Satansverehrer aus Rothenburg, ist immer noch aktiv und feiert Schwarze Messen. Der Sender „Tele24“ strahlte im Jahr 2001 Bilder aus, die Satorius mit Schwert, umrundet von rund zwanzig leder- und nietenbehangenen Anhängern mit Fackeln zeigen. Er liest aus einem Buch etwas in einer unverständlichen Sprache vor. Dann ruft er: "Heil Luzifer!" und die Versammelten antworten mit demselben Ruf.
Auf der Webseite des Ordens steht. „Die Satanische Ritterschaft des Schwarzen Ordens von Luzifer soll sich über den gesamten Kontinent ausbreiten! Heil Satan! Satan ist Gott!" Der Orden um Sartorius bekennt sich zu Satan „als Urschöpfungsmacht“.
Sartorius ist auch ein Anhänger von Karl Maria Wiligut, der bis 1939 zum Stab von SS-Führer Heinrich Himmler gehörte. Wiligut galt als hellsichtiger Magier. Die Satanistin Ulla von Bernus bezeichnete Wiligut als „echten Satanspriester“. Die „Satans-Bibel“ von Anton Szandor LaVey, die Edda und die Geheimüberlieferung von Wiligut bilden das Fundament der Philosophie des Schwarzen Ordens. Vincent Raven tummelte sich im Dunstkreis von Satanisten. Durch Uri Gellers Show wurde er nun praktisch über Nacht berühmt. Was wird er als Nächstes tun?
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