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Geld und Geist

(05. März 2008/rh.) Geld hat eine teuflische Eigendynamik. Wer sich über seine Geldbörse definiert, ist innerlich abhängig: «Wenn ich Geld habe, bin ich jemand, dann bin ich wertvoll.» Doch es wird nie genug sein. Geldgier ist wie eine Sucht.

Alles wird bald nur noch unter dem Aspekt des Geldes beurteilt, selbst die Familien-
und Lebensplanung. Christen sollten sich wieder neu klarmachen, dass
sie alles von Gott haben. Paulus warnt: «Die reich werden wollen, die fallen in
Versuchung und Verstrickung und in viele törichte und schädliche Begierden,
welche die Menschen versinken lassen in Verderben und Verdammnis. Denn Geldgier ist eine Wurzel allen Übels» (1. Tim. 6,9 und 10a). Also Vorsicht! Wir dürfen unsere innere Freiheit nicht an die trügerische Sicherheit des Geldes verlieren.

Die Schlagzeilen der letzten Tage drehten sich mehrheitlich um das Thema Geld. Es ging entweder um sehr viel Gewinn und Schwindel erregende Löhne für Manager und Prominente (die dann möglichst wenig Steuern bezahlen wollen und illegale Wege suchen) oder dann um sehr viel Verlust (etwa bei der Grossbank UBS, die im US-Immobiliengeschäft 21 Mia. Schweizer Franken verlor). Es gab auch Meldungen, die auf den ersten Blick paradox klingen.
Beispielsweise bei der Firma Henkel, die im Geschäftsjahr 2007 zwar einen Gewinnanstieg um 8 Prozent verzeichnete, aber gleichzeitig 3000 Arbeitsplätze streichen will. Auch Deutschland meldete schwarze Zahlen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen nahmen 200 Millionen Euro mehr ein, als sie ausgaben. Aber gleichzeitig leben in Deutschland (in der Schweiz und in Österreich desgleichen) viele Menschen, die angesichts verlorener Arbeitsplätze und steigender Lebenshaltungskosten finanziell kaum noch atmen können. mehr...

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