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«Barbarischer und teuflischer Angriff»

(07. März 2007/fa.) - Der Anschlag auf eine Toraschule in Jerusalem mit neun Todesopfern hat Entsetzen ausgelöst. Doch der Uno-Sicherheitsrat konnte sich in der Nacht nicht auf eine gemeinsame Haltung einigen. Im Gazastreifen gab es Freudenfeiern und Hupkonzerte.

Ein Palästinenser hat in einer jüdischen Religionsschule in Jerusalem mindestens acht Israelis getötet, bevor er selbst erschossen wurde. Dutzende Schüler wurden bei dem Angriff verletzt oder erlitten einen Schock. Mindestens drei Schüler wurden lebensgefährlich verletzt.

Der als orthodoxer Jude verkleidete Palästinenser war in die Religionsschule Merkas Harav in der Nähe des Hauptbahnhofs eingedrungen. Mit einer Kalaschnikow und einer Pistole schoss er laut Augenzeugen rund zehn Minuten lang um sich. Ein Offizier der israelischen Armee hörte die Schüsse, eilte zu Hilfe und erschoss den Angreifer.

Das 15-köpfige Uno-Gremium ging nach zweistündigen Beratungen in New York ohne Ergebnis auseinander. Einige Ratsmitglieder hätten das Attentat nicht als Terroranschlag werten wollen, sagte der amtierende Präsident des Sicherheitsrats, der russische Uno- Botschafter Witali Tschurkin. «Als russische Delegation bedauern wir, dass der Rat nicht in der Lage war, den Anschlag zu verurteilen.» Auch der amerikanische Uno-Botschafter Zalmay Khalilzad zeigte sich enttäuscht. Er machte Libyen für das Scheitern verantwortlich. Israels Uno-Botschafter Dan Gillerman griff die libysche Delegation direkt an: «Der Sicherheitsrat ist von Terroristen infiltriert», sagte er vor Journalisten.

Regierungen in aller Welt verurteilten den Anschlag. US- Präsident George W. Bush sprach von einem «barbarischen und teuflischen Angriff auf unschuldige Zivilisten». Der britische Aussenminister David Milliband bezeichnete den Anschlag als «Pfeil», der auf das Herz des gerade wiederbelebten Friedensprozesses ziele. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon äusserte die Sorge, dass die andauernde Gewalt den politischen Prozess untergrabe.
Die israelische Regierung erklärte, trotz des Terrorakts sollten die Friedensgespräche mit den Palästinensern weitergehen. «Die Terroristen versuchen die Chancen auf Frieden zu zerstören, aber wir werden bestimmt die Friedensgespräche fortsetzen», sagte ein Sprecher des israelischen Aussenministeriums.

Auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Tat scharf. Dagegen erklärte die radikal-islamische Hamas, der Anschlag sei eine «normale Antwort auf die Verbrechen der Besatzungsmacht» Israel. Im Gazastreifen und auch in Libanon kam es zu Freudenfeiern und Hupkonzerten.

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