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Bibel nicht im Widerspruch zur Wissenschaft
(27. März 2008/idea) - In einem Seminar des Gemeindeferienfestivals Spring, das vom 24. bis 29. März im oberbayerischen Ruhpolding stattfindet, vertrat Christian Dreber, dass die biblischen Berichte von der Entstehung der Erde wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht widersprechen.
In einem Seminar im Rahmen der Freizeit ging es um das Thema „Schöpfung kontra Evolution?“ Dabei vertrat Christian Dreber (Stuhr bei Bremen) von der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ die Ansicht, dass die biblischen Berichte von der Entstehung der Erde nicht im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen stünden.
Die Bibel habe nicht den Anspruch, die Welt naturwissenschaftlich zu erklären, sagte der Theologe und Architekt. Ebenso sei aus den biblischen Berichten nicht ableitbar, dass die geschaffenen Arten unveränderlich seien. Man könne davon ausgehen, dass Gott verschiedene Grundtypen geschaffen habe, aus denen sich durch Kreuzungen miteinander weitere Arten entwickelt hätten.
Das könne man an Mischformen wie Mauleseln, den Ligern - Kreuzungen von Löwen und Tigern - oder Hunderassen beobachten. Diese Mikroevolution sei durch Experimente und Beobachtungen gut belegt. Allerdings bringe sie keine grundsätzlich neuen Formen und Strukturen hervor, sondern Spezialisierungen, die aus den vorhandenen Anlagen des Grundtyps entstünden. Evolution in dem Sinne, dass sich neue Arten und Strukturen entwickeln, sei empirisch nicht nachgewiesen.
Dreber: „Es sind noch keine Mechanismen gefunden worden, die ganz neue Strukturen hervorbringen.“ Wer allerdings die Evolutionstheorie infrage stelle, werde als wissenschaftsfeindlich angesehen. „Daran sieht man, wie viel Weltanschauung dabei mitspielt“, so Dreber.
Er wies darauf hin, dass evolutionskritische Filme wie der des Berliner Dokumentarfilmers Fritz Poppenberg „Hat die Bibel doch Recht?“ für die Ausstrahlung im Fernsehen gesperrt sind. Dabei sei es das Wesen der Wissenschaft, Erkenntnisse ständig zu hinterfragen.
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