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Nahostkonflikt: Neue Ansätze nicht scheuen
(08. April 2008/idea) – Im Nahostkonflikt sollten Israel und die Staatengemeinschaft neue Denkansätze nicht scheuen. Diese Ansicht vertrat der Israel-Korrespondent des Christlichen Medienverbundes KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten), Johannes Gerloff (Jerusalem), bei der Süddeutschen Israel-Konferenz, die der Arbeitskreis Israel des Liebenzeller Gemeinschaftsverbands am 4. und 5. April in Bad Liebenzell veranstaltete.
Gerloff wies vor 350 Besuchern darauf hin, dass sich der Staat Israel seit seiner Gründung vor 60 Jahren im dauerhaften Kriegszustand befinde, obwohl er zahlreiche Versuche für ein friedliches Zusammenleben mit den arabischen Nachbarstaaten unternommen hat. Weder Gegenterror, wie ihn der spätere Ministerpräsident Ariel Scharon in den 50er Jahren propagiert habe, noch politische Zugeständnisse oder der bedingungslose Rückzug aus dem Gazastreifen hätten die anti-israelische Gewalt beendet habe. Dies liege sowohl an der grundsätzlich judenfeindlichen Haltung arabischer und palästinensischer Führer als auch daran, dass Israel und die Staatengemeinschaft neue Denkansätze scheuten.
Dazu zählt Gerloff den Vorschlag, das Westjordanland Jordanien einzugliedern. Er verwies auch darauf, dass bei den Wahlen im Januar 2006 70 Prozent der Palästinenser für die radikal-islamische Hamas-Bewegung gestimmt hätten. Deutsche Politiker sollten mit der Hamas reden, um deren Ziele aus erster Hand kennenzulernen, so Gerloff. Er begrüsste, dass sich christliche Organisationen um den Brückenbau zwischen Juden und Arabern bemühten.
An der Konferenz beteiligten sich 14 Israel-Werke mit verschiedenen Aufgaben. Das Spektrum reichte von diakonischen Hilfen für Überlebende des Holocaust über Versöhnungsdienste zwischen Deutschen und Israelis bis zum christlichen Zeugnis gegenüber Juden und der Unterstützung von Einwanderern nach Israel.
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