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Russische Evangelikale üben Selbstkritik
(10. April 2008/fa.) – Evangelikale in Russland haben Selbstkritik geübt mit Blick auf den Umgang untereinander.
Wie der Informationsdienst „Topic“ schreibt, hätten die russischen Evangelikalen auf der Jahrestagung der Russischen Evangelischen Allianz sich selbstkritisch zum Umgang untereinander geäussert.
„Trotz unseres hohen geistlichen Anspruchs haben wir uns erlaubt, andere zu demütigen und zu verletzen“, wird der Präsident der Russischen Union der Evangeliumschristen-Baptisten, Juri Sipko (Moskau) zitiert.
Sipko: „Im Verhältnis zum Nächsten überwiegen Bosheit und niederträchtige Ausfälle.“ Die zeigten, dass die Christen noch nicht reif „für den Kampf gegen das Böse“ seien. Anstatt sich gemeinsam gegen Fehlentwicklungen in der Gesellschaft zu engagieren, bekämpfe man „den, der neben uns steht“.
Nach Angaben des baptistischen Gefängnisseelsorgers Alexei Naidion (Moskau) wird der Streit von einheimischen Missionaren bis in Gefängnisse getragen. Er appellierte an die Leiter der auf dem Treffen vertretenen Kirchen, eine Verkündigungsart zu finden, die „Neubekehrte nicht in die zwischenkirchliche Polemik hineinzieht“.
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