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Chinesischer Buchhändler verhaftet
(22. April 2008/rt./bv.) - Die Meinungs- und Pressefreiheit ist im bevölkerungsreichsten Land der Welt eingeschränkt. Olympiade hin oder her.
Bereits zum zweiten Mal wurde der Pekinger Buchhändler Shi Weihan von der chinesischen Polizei verhaftet. Seit dem 19. März 2008, dem Tag der erneuten Verhaftung, hat seine Frau keinen Kontakt mehr zu ihrem Gatten.
Im November 2007 war der 37-Jährige erstmalig verhaftet worden. Als nach 37 Tagen die Behörden keine Anklagepunkte vorlegen konnten, liess ein Richter den bekennenden Christen wieder frei. Nun wurde er erneut verhaftet unter dem Vorwurf, illegal die christliche Bibel in seiner Buchhandlung nahe dem Olympiagelände herausgegeben zu haben.
Der Fall Shi Weihan war durch die internationale Presse gegangen, weil sich in seiner Person durch die Berufstätigkeit als Medienhändler, seiner religiöse Einstellung sowie durch seiner räumliche Nähe zu den Olympiastätten die Praktizierung der grundlegenden Menschenrechte bzw. ihrer Verletzung in China deutlich ablesen liessen.
Seine Freilassung im Januar wurde als Signal an die Vereinten Nationen sowie das Internationale Olympische Komitee, dass China bereit ist, sich an die UN-Charta für Menschenrechte zu halten. Seine erneute Verhaftung hat diese Vorstellung nun enttäuscht.
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