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Oberstes Gericht stärkt messianische Juden

(22. April 2008/idea) – Messianische Juden in Israel fühlen sich durch eine Entscheidung des Obersten Gerichts bestärkt. Die Richter befanden am 16. April, dass Juden, die an Jesus als den verheissenen Messias glauben, die gleichen Bürgerschaftsrechte zustehen wie allen anderen Juden.

Sie würden bei der Einwanderung als Bürger des Staates Israel anerkannt. Damit gab das Oberste Gericht zwölf messianischen Juden Recht, die in einem zweieinhalb Jahre dauernden Prozess ihre Bürgerschaftsrechte eingeklagt hatten.

Wie der US-amerikanische Informationsdienst Baptist Press (Nashville/Bundesstaat Tennessee) weiter berichtet, hatten die Kläger Bhördenschreiben erhalten, in denen ihnen mitgeteilt worden sei, dass sie keine israelischen Staatsbürger werden könnten, weil sie sich missionarisch betätigten. Das laufe den Interessen des Staates Israel und des jüdischen Volks zuwider.

Der Leiter des Jerusalemer Justiz-Instituts, Calev Myers, begrüsste die Gerichtsentscheidung. Damit sei man einen Schritt weiter auf dem Weg, messianische Juden als einen legitimen Zweig des Judentums anzuerkennen. Die Entscheidung des Obersten Gerichts könne auch weiteren Diskriminierungen messianischer Juden durch das Innenministerium einen Riegel vorschieben.

Einige orthodoxe Juden nutzten ihre Stellungen im Ministerium aus, um messianischen Juden beispielsweise Visa zu verwehren.

Experten in Israel gehen auch davon aus, dass ein Terroranschlag auf eine messianische Familie, der sich im März in Ariel nahe Nablus ereignete, die Entscheidung der Richter beeinflusst habe. Dabei wurde ein 15-jähriger Jugendlicher schwer verletzt, als er einen Geschenkkorb zum Purim-Fest öffnete, in dem sich ein Sprengkörper befand.

Im Heiligen Land bestehen nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi) knapp 100 messianische Gemeinden mit rund 12.000 Besuchern.

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