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Kinderärzte wollen Tattoo- und Piercing-Verbot
(23. April 2008/fa.) – Gerade Jugendliche zieht es in Tattoo- und Piercingstudios. Jetzt warnen deutsche Kinderärzte. Zwischen Körperkunst und Körperverletzung ist ein schmaler Grat. Gefordert wird dein Verbot für unter 18-Jährige.
Deutschlands Kinderärzte fordern ein gesetzliches Verbot von Tätowierungen und Piercings bei Minderjährigen. Bis zu 20 Prozent dieser Eingriffe führten zu Komplikationen, sagte der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Wolfram Hartmann, der "Frankfurter Rundschau". Es sei "nicht akzeptabel", dass fast die Hälfte der Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren und rund ein Viertel der Jungen "aus einer Laune heraus oder aus Gruppendruck" ihre Gesundheit aufs Spiel setzen.
Auch sei es rücksichtslos, dass Eltern sogar Kleinkindern im Alter von unter drei Jahren Nasen-Piercings verpassen liessen. "Hier geht es um Eingriffe am gesunden Körper, für die es keinerlei medizinische Notwendigkeit gibt", sagte Hartmann gemäss „Spiegel online“. Bei den vermeintlichen Verschönerungen in oft nicht kontrollierten Studios komme es vielfach zu schwerwiegenden Folgen, die von bakteriellen Entzündungen bis hin zu Hepatitis reichen könnten.
Nach Schätzungen sind zehn Prozent der Tätowierten und Gepiercten jünger als 20 Jahre.
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