Kontakt   Newsletter   Impressum
   

    factum online RSS
  Infos zum RSS-Feed

„Dopingkultur“ beherrscht viele Gemeinden

(03. Mai 2008/idea) – Kritik an einer in christlichen Gemeinden verbreiteten „Dopingkultur“ hat der Direktor des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission, Volker Gäckle (Bad Liebenzell), geübt.

Wie Gäckle in einer Bibelarbeit beim Christival am 2. Mai in Bremen sagte, gebe es Doping nicht nur im Sport, sondern auch in christlichen Kreisen. Viele Gemeinden fragten nur danach, wie sie möglichst schnell wachsen. Dabei verlören sie aus dem Blick, dass geistliches Wachstum Zeit brauche, erklärte Gäckle vor rund 900 Jugendlichen. „So wie eine Rebe nur am Weinstock wachsen kann und dort den Jahreszeiten unterworfen ist, können auch christliche Gemeinden nur allmählich wachsen“, sagte er.

Gemeinden, die explosionsartig wüchsen, stünden in der Gefahr, schnell wieder einzugehen. „Explosion ist kein geistliches Prinzip, Reifen und Wachsen schon“, so der Theologe. Nur hätten viele Christen dazu nicht genug Geduld. Sie orientierten sich am Erfolgsdenken, das die gesamte Gesellschaft bestimme.

Wer beispielsweise beruflich Karriere machen wolle, nehme sich einen Mentor oder einen Trainer, der einem mit Tipps und Tricks zur Seite stehe. „Sobald ich Erfolg habe, brauche ich diesen Mentor nicht mehr.“ Bei dem Verhältnis von Christen zu Jesus sei das anders. Sie seien ein Leben lang auf Jesus angewiesen. Deshalb habe er gesagt: „Wer an mir bleibt, der wird viel Frucht bringen.“

zurück

Das aktuelle Heft:
factum 3/2012


factum 3/2012
factum-Abo
efactum-App
Mithelfen und fördern!
ethos – suchen, finden, leben