Leben kann nur aus Leben entstehen
(05. Mai 2008/idea)- Leben kann nur aus Leben entstehen. Darauf hat der Biochemiker und Veterinärmediziner Prof. Rupert Palme (Wien) hingewiesen.
Leben kann nur aus Leben entstehen. Auf der Hauptkonferenz der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ vom 1. bis 4. Mai in Rehe/Westerwald sagte Palme, dies sei die „glaubwürdigste Grundaussage über die Entstehung des Lebens“.
Prof. Palme wies darauf hin, dass die Wissenschaft bis heute nicht schlüssig erklären könne, wie das Leben entstanden sei. Vertreter der Evolutionstheorie – sie basiert auf der Annahme, dass sich die Welt ohne Eingreifen eines Schöpfers entwickelt hat – widersprächen sich in ihren neuesten wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Da werde etwa behauptet, dass die Vererbung – die Weitergabe von Informationen – als erstes entstanden sein müsse; andere postulierten, dass der Stoffwechsel zuerst entstanden sein müsse. Beiden Auffassungen sei zuzustimmen, meinte Palme, weil Leben ohne beides nicht funktioniere: „Das ist ähnlich wie die Frage, ob zuerst die Henne oder erst das Ei da gewesen ist – nur auf der molekularen Ebene.“
Je mehr die Wissenschaft vom Aufbau der Zelle wisse, umso deutlicher werde, dass sie nur durch einen „Designer“ entstanden sein könne. Für Christen sei dies Gott.
Der Vorsitzende der Studiengemeinschaft, der Arzt Henrik Ullrich (Riesa), wies darauf hin, dass wissenschaftliches Arbeiten und die biblische Überzeugung, dass die Erde eine Schöpfung Gottes ist, kein Widerspruch seien: „Wissenschaft ist für bibelgläubige Christen eine tolle, faszinierende Sache.“ Allerdings müsse die Wissenschaft einräumen, dass sie nicht auf alle Fragen eine Antwort habe. Wenn sie jedoch Gott von vornherein als widerlegt bezeichne, verlasse sie ihre weltanschauliche Neutralität.
Deshalb engagierten sich Wissenschaftler, die der Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ nahe stehen, für eine Wissenschaft, die in eine biblische „Gesamtwirklichkeitsschau“ eingebettet sei. Viele Wissenschaftler klammerten Gott deshalb aus ihren Überlegungen aus, weil sie sich vor den Konsequenzen fürchteten, vermutet Ullrich. Wenn es Gott gebe, könne dies Folgen für das eigene Leben haben.
Wie Ullrich ferner sagte, sei die Bibel mehr als ein wissenschaftliches Buch. Sie dürfe nicht auf eine lose Faktensammlung reduziert und damit fehlinterpretiert werden. Ullrich bedauerte, dass immer mehr auch evangelikal geprägte Gemeinden ein „Wohlfühlchristentum“ lebten. Sie interessierten sich kaum für den Zusammenhang zwischen der biblischen Urgeschichte, dem Sündenfall und dem Heilshandeln Gottes. Ullrich räumte ein, dass diese Fragen polarisierten. Manche Gemeinden wollten dies offenbar vermeiden. Dennoch wünsche er sich mehr Gemeinden, die sich diesen Fragen offensiv stellten.
Der Geschäftsführer und wissenschaftliche Mitarbeiter der Studiengemeinschaft, Reinhard Junker (Baiersbronn/Nordschwarzwald), wies darauf hin, dass Aussagen der Bibel über das Schöpfungshandeln Gottes nicht als richtig oder falsch bewiesen werden könnten. Man könne ihnen aber glauben. Die Studiengemeinschaft sehe ihre Aufgabe jedoch darin, Christen zu helfen, wenn angebliche wissenschaftliche Erkenntnisse die christlichen Glaubensgrundlagen erschütterten.
Wie Junker ferner sagte, steht die Evolutionsbiologie vor einer inneren „Revolution“. Immer mehr Wissenschaftler, die von der Richtigkeit der Evolutionstheorie überzeugt seien, merkten, dass die bekannten Mechanismen unzureichend seien. Wie etwa ein Auge entstanden ist und welche Mechanismen dieser Entwicklung zugrunde liegen, könnten sie nicht erklären: „Abgehakte Fragen werden neu aufgeworfen.“
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