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Banken schrieben 320 Milliarden Dollar ab

(07. Mai 2008/fa.) - Die internationale Finanzkrise hat schon jetzt tiefere Spuren bei den Banken hinterlassen als allgemein bekannt: Seit Mitte vergangenen Jahres bis Ende vergangener Woche beliefen sich die
entsprechenden Wertberichtigungen auf insgesamt fast 320 Milliarden US-Dollar.

Dies ergibt sich aus einer internen Übersicht, die europäische Zentralbanken angefertigt haben und die sich auf verschiedene Quellen stützt, wie die "Zeit" berichtet. Um ihre Existenz zu retten, verschafften sich strauchelnde Geldhäuser im selben Zeitraum neues Kapital von mehr
als 230 Milliarden Dollar.

Trotz der gigantischen Summe ist die Finanzkrise noch nicht überwunden. Denn gemessen an der Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) über drohende Krisenverluste von insgesamt 945 Milliarden Dollar haben die Geldinstitute bisher erst knapp ein Drittel des Bedarfs an Wertberichtigungen bewältigt.

Die Zahl passt zu Erkenntnissen einer sieben Jahre alten Studie der Weltbank, die Kapitalmarktexperten des deutschen  Bundesfinanzministeriums wieder entdeckt haben. Danach hatten die Finanzkrisen in den vergangenen Jahrzehnten eine durchschnittliche Dauer von drei Jahren.

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