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Birma: Sturm machte keinen Unterschied

(08. Mai 2008/idea) – Der verheerende Tropensturm Nargis hat in Birma aht christliche Gemeinden und Sozialeinrichtungen nicht verschont.

Nach jetzigem Stand sind allein 17 Häuser der pfingstkirchlichen Versammlungen Gottes zerstört worden. Von anderen fehlen aufgrund der Kommunikationsschwierigkeiten noch Informationen.

Der Regionaldirektor der Kirche für die pazifische Region, Russ Turner, erwartet, dass der Sturm mindestens 50 Gemeindehäuser zerstört hat. Über Todesopfer sei noch nichts bekannt. Zehntausende Gemeindemitglieder seien dabei, Notleidenden in den am stärksten betroffenen Gebieten zu helfen. Auch sei Unterstützung aus dem Ausland unterwegs.

Die Heilsarmee, die sei 1915 in Birma tätig ist, ist ebenfalls betroffen. Das Dach des Hauptquartiers in der Hauptstadt Rangun sei weggeweht worden, heisst es in einer Mitteilung. Die Soldaten Christi versorgten Notleidende mit warmen Mahlzeiten, Reis und Trinkwasser aus Brunnen. Darüber verfügen unter anderem zwei Heilsarmee-Kinderheime in Rangun. Die Wasserpumpen liefen auf Hochtouren, um die Menschen zu versorgen, so Kommandeur David Bringans, der die Heilsarmee in Singapur, Malaysia und Birma leitet.

Unterdessen ist eine Hilfswelle aus dem Ausland angelaufen. Die internationale Gemeinschaft hat die Militärjunta in Birma aufgefordert, das Land für Hilfslieferungen zu öffnen und grosszügig Einreisegenehmigungen zu erteilen. Der Tropensturm war am 3. Mai mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde über das Land gefegt und hatte viele Gegenden verwüstet. Die Regierung gibt die Todesopferzahlen mit rund 22.000 an; andere Experten befürchten 100.000 Tote. 41.000 Menschen werden noch vermisst. Rund eine Million sind ohne Obdach.

Christen besonders aus Minderheitsvölkern wie den Karen sind starken Diskriminierungen durch das Regime ausgesetzt. Von den 50 Millionen Einwohnern Birmas sind der Weltweiten Evangelischen Allianz zufolge rund 70 Prozent Buddhisten, 8,7 Prozent Christen und 3,6 Prozent Muslime.

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