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„Genesis-Land“ im „Blick“

(09. Mai 2008/fa.) - Die grösste Schweizer Boulevard-Zeitung, der "Blick", berichtet über das geplante "Genesis-Land", einen besinnlichen Vergnügungspark, der die Weltgeschichte nach der Bibel darstellen will.

"Der Turm zu Babel, die Arche Noah und der Garten Eden liegen bald am Rhein. So Gott will." So beginnt der Artikel über "Genesis-Land" in "Blick online". Titel: "Mit der Achterbahn in die Hölle". Im ähnlichen Stil geht der Text weiter. Über die Arche Noah, die im "Genesis-Land" nachgebaut werden soll, wird gesagt, heute seien selbst Theologen davon überzeugt, dass sie nie existiert habe, sondern ein sumerischer Mythos sei. Als sei die Meinung liberaler Theologie die Wahrheit, welche die Bibel widerlegt.

In der Folge wird dann auch die Schöpfungslehre als Hirngespinst abgetan und die biblische Urgeschichte damit. Und genau diese soll im geplanten "Genesis-Land" dargestellt werden. Und zwar in der Form eines Vergnügungspark, der sich von der Attraktivität her mit dem bekannten "Europa-Park" messen lassen kann.

Dass die Umsetzung dieser Idee überaus mutig, keineswegs unumstritten und in jeder Hinsicht ein Wagnis ist, will der "Blick" nicht sehen. Vielmehr wird als Motiv hinter dem Engagement der "Genesis-Land"-Visionäre um Gian-Luca Carigiet etwas anderes vermutet, nämlich "ein Bombengeschäft". Würde das stimmen, müsste man das Projekt allerdings augenblicklich unter einem anderen Thema konzipieren!  

Tatsache ist, dass "Genesis-Land" ausserordentlich viel Geld kosten wird. 750´000 Franken stecken bereits im Projekt. «Für Vorstudie und Machbarkeitsstudie. Jetzt suchen wir Investoren», sagte Carigiet gemäss "Blick". Im Mai will er sich mit deutschen Interessenten treffen, die sich vielleicht am Eigenkapital beteiligen. Es geht um Millionen. Der Aufbau der Hälfte des Parkes wird mit 120 bis 130 Millionen Franken berechnet. Das fertige «Genesis-Land» wird 300 Millionen kosten.

Als Standort von "Genesis-Land" wird Deutschland favorisiert. Etwa der Rhein-Main-Raum um Heidelberg, drei Stunden von der Schweiz weg. «Dort finden wir die jährlich 400´000 bis 600´000 Besucher, die wir für schwarze Zahlen brauchen», schätzt Carigiet.

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