Zunehmende Angriffe auf den Glauben
(13.Mai 2007/idea) – Christen müssen sich auf zunehmende Angriffe auf den biblischen Glauben an Jesus Christus sowie auf Verführung und Verfolgung einstellen. Die sei kirchengeschichtlich nichts Besonderes, sondern habe bereits bei den ersten christlichen Gemeinden zum Alltag gehört.
Darauf haben Referenten auf dem Maleachi-Tag des gleichnamigen Arbeitskreises für bibeltreue Glaubensstärkung am 12. Mai in Siegen aufmerksam gemacht.
Der Rektor der Marburger Akademie für Reformatorische Theologie, Wolfgang Nestvogel (Hannover), warnte davor, die Wirkung intellektueller Stimmen wie etwa die des Philosophen Peter Sloterdijk (Karlsruhe) oder des Soziologen Ulrich Beck (München) zu unterschätzen, die Religion als „gefährlich“ bezeichneten und den Verzicht auf Wahrheitsansprüche propagierten. Sie wollten „Frieden statt Wahrheit“.
Solche Einstellungen von Intellektuellen, die den Glauben an Jesus Christus als einzige Wahrheit herausfordern, fänden sich „morgen an den Stammtischen und in der Bild-Zeitung“ wieder, sagte Nestvogel. Gegenüber Jesus könne es keine Neutralität geben. Wer nicht sein ganzes Leben am Sohn Gottes ausrichte, komme geistlich zu Fall und gerate ins Gericht Gottes.
Die Reaktion der Christen auf Anfeindungen und Versuchungen könne nur sein, das ganze Leben Jesus zur Verfügung zu stellen und beständig in seiner Gegenwart zu leben. Dies sei der Bibel zufolge auch das Entscheidende für den Gemeindeaufbau. Es sei auch ein Kontrastprogramm zu manchen Managementmethoden oder Konzepten aus den USA.
Nestvogel warnte namentlich vor der Bewegung der „Emerging Church“ (Auftauchende Kirche). Dort werde Kritik an Gemeinden geübt, die sich konsequent an der Bibel ausrichten und die Botschaft von Sünde und Vergebung in den Mittelpunkt stellen.
Prediger Johannes Pflaum (Neu St. Johann/Schweiz) sagte, Zeiten ohne Verfolgung und Verführung seien kirchengeschichtlich gesehen ein Ausnahmezustand. Die Bibel nenne Nachfolger Jesu „Fremdlinge“ in dieser Welt. Stattdessen seien heute viele bemüht, in der Gesellschaft anerkannt und integriert zu sein. Das Ziel sei aber nicht ein möglichst unbeschwertes und bequemes Leben, sondern es liege in der Zukunft bei Gott.
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