Die Erde ist "geistliches Kriegsgebiet"
(13. Mai 2008/idea) – Christen sollen die Welt als „geistliches Kriegsgebiet“ ansehen. Das sagte der Direktor des internationalen Missionswerks „Operation Mobilisation“ (OM), Peter Maiden (Carlisle/Nordengland), beim Pfingstjugendtreffen des württembergischen Diakonissenmutterhauses Aidlingen bei Böblingen.
Er mahnte die mehr als 6.000 Besucher, weltweite antichristliche Kräfte nicht zu verharmlosen. Dazu zählte Maiden kommunistische und islamische Regierungen, die Christen verfolgten, ebenso wie weltweit operierende Konzerne, deren einziges Interesse die Erzielung hoher Gewinne sei. Auch kirchliche Organisationen schadeten der Ausbreitung von Gottes Reich, wenn sie alle Religionen als gleichberechtigte Wege zu Gott bezeichneten.
Maiden rief zum Kampf gegen diese Mächte auf. Eine Möglichkeit sei die Beteiligung an der Micha-Initiative der Weltweiten Evangelischen Allianz, die politische Aktionen zur Verminderung von Armut, Kindersterblichkeit und Analphabetismus unterstützt. Wichtigste Voraussetzung, um in diesem Kampf zu bestehen, ist laut Maiden eine grosse Selbstdisziplin. Der Lebensstil von Christen müsse sich radikal von dem anderer Menschen unterscheiden, etwa im Blick auf den Umgang mit Zeit und Geld. Beziehungen, Sport und Hobbys dürften nicht wichtiger sein als der Glaube an Jesus Christus.
Die Aidlinger Diakonissen führen seit 1950 Pfingsttreffen durch, um Jugendlichen Gelegenheit zur Bewältigung ihrer Probleme zu geben. Nach Angaben der Schwestern hat das Interesse an seelsorgerlichen Gesprächen in den letzten Jahren zugenommen. Angesichts massiver Verunsicherung durch zerbrechende Familien, Ausbildungs- und Arbeitsplatzprobleme sowie Orientierungslosigkeit suchten viele Jugendliche Hilfe im christlichen Glauben.
An Infoständen konnten sich die jungen Leute über verfolgte Christen, missionarische Kurzzeiteinsätze, Gebetskreise an deutschen Schulen und theologische Ausbildungsprogramme sowie über Hilfen für Sozialeinrichtungen in der Ukraine und auf dem Balkan informieren.
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