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Lichtblitze auf dem Mond
(24. Mai 2008/fa.) – Was früher belächelt wurde, ist jetzt bestätigt: Auf dem Mond kommt es zu Lichtblitzen durch Meteoriteneinschläge.
„Lichtblitze sind Explosionen, die durch Meteoroiden ausgelöst werden, die den Mond treffen", erklärt Bill Cooke, Leiter von NASA's Meteoroid Environment Office am Marshall Space Flight Center (MSFC). "Eine typische Explosion ist etwa so stark wie ein paar hundert Kilogramm TNT-Sprengstoff und kann sogar mit einem Amateurteleskop recht einfach fotografiert werden."
Ende 2005 begann das MSFC sein Beobachtungsprogramm und wurde seither Zeuge von über 100 Mondblitzen. Das Blitzphänomen benötigt keinen Sauerstoff. Die Meteoriten treffen mit Geschwindigkeiten von bis zu 48000 Stundenkilometern auf. Bill Cooke erklärt die Folgen: „Bei dieser Geschwindigkeit kann selbst ein Kieselstein einen Krater erzeugen, der mehrere Meter Durchmesser hat. Der Einschlag erhitzt Felsgestein und Bodenmaterial auf der Oberfläche stark genug, um wie geschmolzene Lava zu glühen - daher der Blitz."
Während der Hauptzeit von Sternschnuppenströmen wie den Quadrantiden oder Perseiden kann die Einschlagsrate auf dem Mond bis auf einen Einschlag pro Stunde ansteigen. Die Einschläge lassen nach, wenn der Mond aus dem Strom herausfliegt, aber interessanterweise sinkt die Rate nicht auf Null ab. "Selbst wenn kein Meteorstrom aktiv ist, sehen wir Blitze", sagt Cooke. Das heisst, dass auf dem Mond ständig mit Einschlägen gerechnet werden muss. Eine Gefahf für Astronauten?
Laut den MSFC-Experten ist die Wahrscheinlichkeit für einen direkten Treffer sehr gering. Die Statistik müsse allerdings dann sehr sorgfältig studiert werden, wenn es um den Bau stationärer Aussenposten auf dem Mond gehe.
Eine grössere Gefahr als der direkte Einschlag, sind die in alle Richtungen fligenden Trümmer. Ein einzelner Meteoroid produziert eine Wolke aus Tausenden von "sekundären" Teilchen, die alle mit hoher Geschwindigkeit herumfliegen. Und selbst Teilchen in Millimetergrösse könnten einen Raumanzug löchern.
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