1000 an Kundgebung in Bern
(28. Mai 2008/csi/fa.) - Mit einer Kundgebung in Bern hat die christliche Menschenrechtsorganisation Christian Solidarity International (CSI) auf die Situation der weltweit 200 Millionen verfolgten und diskriminierten Christen aufmerksam gemacht. Gemeinsam mit 13 anwesenden Nationalräten aus allen Regierungsparteien forderten die gegen 1000 Teilnehmer die Schweizer Regierung auf, sich stärker für verfolgte Christen weltweit einzusetzen.
An der Kundgebung vor dem Berner Münster waren rund 1000 Personen anwesend. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir den Schrei der verfolgten Christen nach Bern tragen“, erklärte Annette Walder, Geschäftsführerin von CSI-Schweiz. Wie sie weiter ausführte wird heute weltweit jeder zehnte Christ diskriminiert, verfolgt oder sogar mit dem Tod bedroht. Drei von vier aus religiösen Gründen verfolgten Menschen seien Christen. Walder forderte, „dass auch die Muslime in der Schweiz sich für Religionsfreiheit in islamischen Ländern stark machen“.
Neben Betroffenen aus Ländern mit Christenverfolgung waren an der Kundgebung auch 13 Nationalräte aus allen Regierungsparteien anwesend. „Ich habe in meinen Jugendjahren in Angola persönlich miterlebt, wie Christen um ihres Glaubens willen verfolgt wurden. Sie haben nur Dank eines standfesten Glaubens überlebt“, erklärte der ursprünglich aus Angola stammende SP-Nationalrat Ricardo Lumengo. Auch für FDP-Nationalrat Werner Messmer ist klar: Wenn Menschen noch heute wegen ihres Glaubens verfolgt, gefoltert, ja sogar getötet werden, „dann muss dies lautstark verurteilt werden“. Für Messmer sind „Menschenrechte ohne Religionsfreiheit diskriminierend“.
Auch die andern anwesenden Nationalräte verurteilten die weltweite Christenverfolgung (Ruedi Aeschbacher, EVP, Adrian Amstutz, SVP, Elvira Bader, CVP, Walter Donzé, EVP, Oskar Freysinger, SVP, Andrea Geissbühler, SVP, Jean-Pierre Graber, SVP, Claude Ruey, LPS, Erich von Siebenthal, SVP, Christian Waber, EDU). In einer Bittschrift wurde die Schweizer Regierung aufgefordert, sich international stärker für Religionsfreiheit einzusetzen.
Islamisten haben in Ägypten in den letzen Jahren Hunderte von jungen christlichen Frauen entführt. Sie wurden vergewaltigt, islamisiert, zwangsverheiratet oder zur Arbeit in einem Bordell gezwungen. Weil die ägyptische Regierung nichts gegen diese Entführungen unternimmt, hatte CSI eine Unterschriftensammlung lanciert und 30'000 Unterschriften gesammelt. Wie CSI-Geschäftsführerin Annette Walder erklärte, habe die ägyptische Botschaft in Bern „sich unter fadenscheinigen Gründen geweigert, diese Unterschriften im Rahmen der Kundgebung in Empfang zu nehmen“. Man habe jedoch die Zusage erhalten, die Unterschriften ausserhalb der Kundgebung der Botschaft überbringen zu können.
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