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Diktatur in Eriträa bedroht Christen in der Schweiz

(29. Mai 2008/csi./fa.) - Auf Grund von Morddrohungen haben in der Schweiz lebende eriträische Christen ihre Teilnahme an der Kundgebung vom 28. Mai in Bern für die weltweit 200 Millionen verfolgten Christen abgesagt.

„Es ist ein Skandal, wie die Diktatur in Asmara sogar die in der Schweiz lebenden eriträischen Christen manipuliert“, erklärte nach der Veranstaltung Heinz Gstrein, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz (AGOK). Es war das erste Mal, dass in Bern Christen aus allen Landes- und Freikirchen gemeinsam mit der orthodoxen Kirche gegen die weltweite Christenverfolgung demonstrierten. Gegen 1000 Personen waren gestern auf dem Bundesplatz anwesend.

Als erste und stärkste Gruppe orthodoxer Christen hatten sich die Eriträer für die Kundgebung in Bern angemeldet: „Von uns kommen sicher 25, wenn nicht 30 Teilnehmer aus dem Grossraum Zürich“, versicherte Gemeindesprecher Tadese dem ostchristlichen Dachverband AGOK (Arbeitsgemeinschaft Orthodoxer Kirchen in der Schweiz). Dieser setzte sich darauf bei CSI dafür ein, dass für den Transport ein Autobus bereitgestellt wurde. Es war der einzige Bus, der für die Kundgebung organisiert wurde. Aber dieser fuhr dann fast leer nach Bern. Was war geschehen?

„Am Vorabend rief mich der eriträische Pfarrer an, er weinte“, berichtet AGOK-Präsident Heinz Gstrein: „Er und seine Gläubigen wurden von Mittelsmännern des eritreaischen Regimes bedroht und gewarnt – Wenn euch das Leben eurer Lieben in Eriträa etwas wert ist, dann bleibt der Demonstration in Bern fern!“

Laut Gstrein ist der leere Bus und das Fehlen der eriträischen Christen auf dem Münsterplatz „eindringliches Indiz dafür, mit welchen Mitteln die religionsfeindliche Afewerki-Regime in Asmara arbeitet; bis in die freie Schweiz hinein. Es ist ein Skandal, wie diese Diktatur sogar die in der Schweiz lebenden eriträischen Christen manipuliert“, erklärte ein sichtlich verärgerter Heinz Gstrein nach der Veranstaltung.

CSI ist eine christliche Menschenrechtsorganisation für Religionsfreiheit und hilft Glaubensverfolgten, Not leidenden Kindern und Katastrophenopfern. Gegründet wurde CSI vor über 30 Jahren. Auslöser für die Gründung des Werkes waren 1975 Schweigemärsche in Bern und in Zürich für die verfolgten Christen in der früheren Sowjetunion. CSI will dazu beitragen, dass alle Menschen in Freiheit leben und aus freien Stücken ihren Glauben wählen und praktizieren können.

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