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Olympiade: Religiöse Slogans verboten

(04. Juni 2008/idea) – Religiöse Slogans sind bei den Olympischen Spielen in Peking ebenso tabu wie religiöse Versammlungen oder Demonstrationen. Das geht aus Verhaltensrichtlinien für ausländische Besucher hervor, die das Pekinger Organisationskomitee nach Angaben der "New York Times" am 2. Juni veröffentlicht hat.

Verboten sind auch politische Demonstrationen sowie die Einfuhr von Druckerzeugnissen oder anderen Medien mit China-kritischen Inhalten.

Die Richtlinien, die bisher nur auf Chinesisch erschienen seien, enthielten auch andere Verhaltensregeln für Ausländer, die zum Beispiel die Frage betreffen, an wen man sich bei Unwohlsein nach chinesischen Mahlzeiten wenden könne. Ferner werde darauf hingewiesen, dass Eintrittskarten zu Wettkämpfen während der Spiele vom 8. bis 24. August noch kein Einreisevisum garantierten.

Die "New York Times" geht auf die Meinungsfreiheit während der Olympischen Spiele ein und weist darauf hin, dass der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, dies einerseits als allgemein anerkanntes Menschenrecht bezeichnet habe; andererseits gelte seit mehr als einem halben Jahrhundert die Regel des IOC, dass an den Olympia-Stätten keinerlei Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda erlaubt sei.

Bevor die Olympischen Spiele im Jahr 2001 an China vergeben wurden, habe die Volksrepublik - so die "New York Times" - versprochen, die Menschenrechtssituation zu verbessern. Im Unterschied zur früheren Praxis hätten aber weder China noch das IOC den Vertrag für die Spiele veröffentlicht.

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