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1,34 Billionen Dollar für Waffen

(09. Juni 2008/fa.) - Die weltweiten Rüstungsausgaben sind im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 1,34 Billionen Dollar (860 Milliarden Euro) gestiegen.

Wie aus dem Jahresbericht des Stockholmer Instituts zur internationalen Friedensforschung (Sipri) hervorgeht, sei nicht nur das Rüstungsetat weltweit gewachsen, sondern auch die Hoffnungen auf eine wirksame Rüstungskontrolle.
Das sagte Sipri-Direktor Bates Gill.

Dem Bericht zufolge stiegen die Rüstungsausgaben im vergangenen Jahr weltweit um rund sechs Prozent auf 1,34 Billionen Dollar (umgerechnet 860 Milliarden Euro). Die USA wendeten demnach 547 Milliarden Dollar (351 Milliarden Euro) für Rüstungsprojekte auf - 3,4 Prozent mehr als 2006 und mehr als in jedem anderen Jahr seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Seit 2001, dem Jahr der Terroranschläge in New York und Washington, sind sie in den Vereinigten Staaten um 59 Prozent gestiegen. Grund seien die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie der im eigenen Land ausgerufene "Krieg gegen den Terror", heisst es im Sipri-Rüstungsjahrbuch.

An zweiter Stelle bei den weltweiten Rüstungsausgaben 2007 steht Grossbritannien mit 59,7 Milliarden Dollar (38,28 Milliarden Euro) - dicht gefolgt China, das 58,3 Milliarden Dollar (37,4 Milliarden Euro) aufwendete und damit Frankreich vom bisherigen dritten Platz verdrängte. Regional betrachtet stiegen die Ausgaben am stärksten in Osteuropa. Der Löwenanteil fällt hier auf Russland, das mit insgesamt 35,4 Milliarden Dollar (22,7 Milliarden Euro) aber deutlich hinter den Spitzenplätzen zurückblieb.

Deutschland liegt in der Tabelle der Länder mit den höchsten Militärausgaben auf dem sechsten Platz und hat nach Sipri-Berechnungen mit 36,9 Milliarden Dollar (23,7 Milliarden Euro) einen Anteil von drei Prozent an den weltweiten Ausgaben.

Kritisch kommentiert Sipri den Austritt Moskaus aus dem Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE). Hiervon gehe eine sehr grosse Gefahr aus, hiess es. Mit Blick auf die Atommächte der Welt berichtet das Institut über ein Gesamtarsenal von gut 25.000 nuklearen Sprengköpfen, von denen mehr als 10.000 sofort auf Raketen oder Flugzeugen eingesetzt werden könnten. Davon entfielen im Januar 2008 insgesamt 5189 auf Russland und 4075 auf die USA. Beide Länder arbeiteten zugleich an einer Modernisierung ihres Rüstungsarsenale.

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