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Neuer Präsident bei den Southern Baptists
(11. Juni 2008/idea) – Die grösste protestantische Kirche in den USA hat einen neuen Präsidenten. Pastor Johnny Hunt (Woodstock/Bundesstaat Georgia) wurde am 10. Juni in Indianapolis (Bundesstaat Indiana) an die Spitze des annähernd 16,3 Millionen Mitglieder zählenden Bundes der Südlichen Baptisten gewählt.
Der 55-Jährige setzte sich im ersten Wahlgang gegen fünf Bewerber durch. Er erhielt 53 Prozent der Stimmen von den mehr als 5.000 Gemeindedelegierten.
Hunt tritt Mitte Juni die Nachfolge von Frank Page (Taylors/Bundesstaat Süd Carolina) an, dessen zweijährige Amtszeit turnusgemäss zu Ende geht. Hunt gehört zum Indianerstamm der Lumbee, der im Bundesstaat Nord Carolina beheimatet ist. Seit 22 Jahren ist Hunt in der missionarisch ausgerichteten Grossgemeinde in Woodstock tätig, aus der in den vergangenen 28 Jahren 78 neue Gemeinden hervorgegangen sind.
In einer Pressekonferenz unterstrich der neue Präsident die Bedeutung der Evangelisation. Leidenschaftlich wolle er dafür arbeiten, dass so viele Menschen wie möglich Jesus Christus als ihren Heiland annehmen, sagte er.
Hunt ging auch auf die negative Mitgliederentwicklung bei den theologisch konservativ geführten Südlichen Baptisten ein. Im Jahr 2007 war die Zahl der Taufen gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf knapp 346.000 und die Zahl der Gemeindemitglieder um 0,24 Prozent auf weniger als 16,3 Millionen gesunken. Hunt sagte, es sei Zeit für einen „radikalen Wandel“, um den Schrumpfungsprozess zu stoppen und umzukehren.
Der scheidende Präsident Page mahnte die Kirche zu einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Bereits zuvor hatte er darauf hingewiesen, dass sich die Zahl der jetzt rund 44.700 Gemeinden bis 2030 halbieren werde, wenn sich nichts ändere. Page warnte vor Schuldzuweisungen. Der geistliche und zahlenmässige Rückgang betreffe individuelle Christen ebenso wie Gemeinden.
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