Abtreibungspille jetzt bis zum 63. Tag erlaubt
(01. Juli 2008/fa.) - Das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Zulassung von Mifegyne ausgeweitet. Ab 1. Juli darf die Abtreibungspille statt wie bisher bis zum 49. Tag der Schwangerschaft bis zum 63. Tag eingenommen werden.
Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, protestiert gegen den Beschluss: "Mit der Begründung einer europaweiten Vereinheitlichung wird der Zeitraum für die Einnahme von Mifegyne verlängert. Das ist ein Trauerspiel für ganz Europa. Statt sich um den Schutz des menschlichen Lebens zu bemühen, erweitert man die Zulassung einer Abtreibungsmethode."
Mifegyne ist kein Medikament zur Heilung von Krankheiten. Sein einziger Zweck ist dem wachsenden Kind im Mutterleib das Leben zu nehmen. Gemäss Mechthild Löhr täuscht Myfegine dem Körper der schwangeren Frau vor, nicht mehr schwanger zu sein. Dadurch werde die Funktion von Gebärmutter und Nabelschnur aufgehoben, Sauerstoff und Nahrung gelangten nicht mehr zum Kind, wodurch es langsam verdurstet und verhungert.
Mifegyne allein führt jedoch in den meisten Fällen nicht zur Abtreibung. Deshalb wird zusätzlich das Hormon Prostaglandin verabreicht. Dieses bewirkt, dass sich die Gebärmutter zusammenzieht, damit das Kind abgestossen wird. Dies kann sich über Tage hinziehen. In einigen Fällen ist sogar ein operativer Eingriff notwendig. Nach der Ausweitung der Einnahmefrist um zwei Wochen könnte dies noch häufiger der Fall sein.
Da in Deutschland das Prostaglandin Cytotec nur bis zum 49.Tag erlaubt ist, wirft die Verlängerung der Einnahmezeit von Mifegyne neben den medizinischen auch rechtliche Fragen auf.
Die Abnahme der Wirksamkeit des Abtreibungsmittels bei fortschreitender Dauer der Schwangerschaft gibt auch "Pro Familia" auf ihrer Webseite zu.
Mechthild Löhr: "Zum Schutz des Lebens der Mutter und des Kindes muss die Abtreibungsmethode mit Mifegyne als unzumutbar angesehen werden. Europa täte sich selbst einen Gefallen, wenn der Schutz des menschlichen Lebens gefördert und nicht weiter demontiert würde."
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