Kontakt   Newsletter   Impressum
   

    factum online RSS
  Infos zum RSS-Feed

Dämonenangst in China allgegenwärtig

(08. August 2008/fa.) – Im Zusammenhang mit den Olympischen Spielen in Peking wird gegenwärtig nicht nur über Sport, sondern auch viel Interessantes über die Kultur Chinas berichtet. So auch wenig Bekanntes über den Volksglauben der Chinesen, die für ihre verstorbenen Angehörigen regelmässig Opfer bringen.

Ahnen, Geister und Dämonen sind im chinesischen Volksglauben allgegenwärtig – und mächtig. Françoise Hauser erklärt in einem Beitrag für „Spiegel online“ Hintergründe und wie Chinesen sich die Totengeister vom Leib zu halten versuchen.

In fast jeder Wohnung, jedem Laden in China findet sich ein kleiner Ahnenaltar, auf dem den verstorbenen Familienmitgliedern kleine Opfer dargebracht werden. Das kann ein Räucherstäbchen sein, eine Schale Reise, ein Apfel oder die Lieblingsbonbons des Verstorbenen. Sein Geist, so die Meinung, müsse ständig mit allem Möglichen versorgt werden. Bleibt der Geist hungrig, kann er sich in einen Dämon verwandeln und Unheil stiften. Unfälle und Krankheiten werden auf ihren Einfluss zurückgeführt.

Das Leben in China ist geprägt vom Geisterglauben. Mit Schutzmauern, gezackten Wegen und Brücken oder erhöhten Türschwellen, versucht man die Dämonen fernzuhalten.

Am Zhongyuan-Fest wird es besonders dramatisch. Dann sollen sich die Tore der Geisterwelt öffnen und alle ihre Bewohner dürfen einen Tag frei auf Erden herumstrolchen. Um sie bei Laune zu halten werden auf den Strassen Opern aufgeführt und spezielle Menüs bereitgestellt.
Auf diesem Tag hin werden in China keine wichtigen Geschäfte terminiert.

zurück

Das aktuelle Heft:
factum 3/2012


factum 3/2012
factum-Abo
efactum-App
Mithelfen und fördern!
ethos – suchen, finden, leben