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Bittlingers Konzert mit Polizeischutz

(13. August 2008/idea.) - Drohungen gegen Liedermacher Clemens Bittlinger wegen papstkritischem Lied. Unter Polizeischutz hat der evangelische Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger sein neues Album „HabSeligkeiten“ bei einem Konzert in Rimbach (Odenwald) vorgestellt.

Wegen seines papstkritischen Liedes „Mensch Benedikt“ habe er zahlreiche „wüste Beschimpfungen bis hin zur Gewaltandrohung“ per E-Mail erhalten, sagte Clemens Bittlinger. Es sei das erste Mal gewesen, dass Polizisten eines seiner Konzerte geschützt hätten.

An der Veranstaltung am 10. August unter freiem Himmel nahmen rund 850 Personen teil. Störungen gab es nach Angaben des Musikers nicht. Die Drohungen kommen nach seiner Einschätzung aus einer „extrem-konservativ-katholischen Ecke“. Aber auch in der evangelischen Kirche gebe es Leute, „die sich einen Papst herbeisehnen“. 

Anlass für das Lied war die Erklärung des Vatikans vom Juli 2007, dass die evangelischen Kirchen „nicht Kirchen im eigentlichen Sinne“ seien. Bittlinger fragt Benedikt XVI. in seinem Song: „Warum schmähst du andere Christen? Warum suchst du offen Streit und sagst: ‚Ihr seid keine Kirche, weil ihr fehlerhaft seid!’? Wer im Glashaus wirft mit Steinen, endet schnell im Scherbenmeer und auch viele Katholiken decken diesen Stil nicht mehr.“

In einem Begleittext zum Lied schreibt der Liedermacher: „Ich habe nichts gegen den Bischof von Rom, aber wenn jemand mich oder meine Kirche wiederholt als „fehlerhaft“ bezeichnet, dann schaue ich irgendwann einmal genauer hin.“ Entstanden sei auf diese Weise ein „sensibler Protestsong“.



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